Erfahrung: Vom Fitness-Studio lernen

Von Jeffrey Myers

Seit Jahren bin ich Mitglied in einem Fitness-Studio. Während des Workouts denke ich meist an, na ja, nichts, aber dann doch ab und zu darüber nach, was die Kirche von diesem angenehmen Ort und dessen Firmenphilosophie lernen könnte. Freilich ist nicht alles dort erstrebenswert oder gar übertragbar; dennoch liefern manche Ansätze und Erfahrungen im Sportstudio interessante Impulse, zum Beispiel:

Community: Das Studio schafft einen Kontext und eine Atmosphäre. Hier können gerade jüngere Menschen eine Art von Community erleben und freundschaftliche Beziehungen entwickeln. »Habe dich letzte Woche vermisst. Alles in Ordnung?« Der Umgang ist relaxed-interessiert-freundlich, aber keineswegs aufdringlich.
Integration: Neue Mitglieder werden eingeführt, betreut, integriert. Auf Anfrage findet man eine kleine Gruppe (Kurs) oder einen (Trainings)-Bereich, wo man sich wohlfühlen bzw. sich einbringen kann.
Change: Man wird persönlich ermutigt, sich positiv zu verändern und herausgefordert, sich weiterzuentwickeln. Dies geschieht aber in einer Atmosphäre von Annahme und Freiwilligkeit.
Wenn man etwa in einem Kurs nicht mithalten kann, ist dies völlig in Ordnung. »Mach das, was du kannst, das ist völlig okay – und greif weiter nach den Sternen!«
Fokus: Man verzettelt sich nicht, Aufträge werden nicht vermischt. Hier geht es eindeutig um Sport, nicht um Business oder Politik, Kultur oder Religion. Das Profil ist klar.
Vielfalt: Die Vielfalt ist groß – alle Altersgruppen und Lebensentwürfe, Farben und Sprachen sind an einem Ort vertreten, das Miteinander bleibt dennoch friedlich. Verschiedenheit wirkt bereichernd (vgl. Offenbarung 7,9).
Ermutigung: »Was macht dein Trainingsprogramm, hast du schon dein Ziel erreicht? Du schaffst das schon! Sehen wir uns morgen?«
Bring jemanden mit: Man ist stets bemüht, dass neue Menschen hinzukommen, dass neue Mitglieder gewonnen werden. Dafür werden Ziele gesetzt, »incentives« angeboten sowie entsprechende Veranstaltungen geplant und Aktivitäten durchgeführt.
Kundennähe: Die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter findet man –
einem Dienstleistungsunternehmen entsprechend – auf dem Parkettboden, also nahe an der Basis.
Mitgliederorientierung: Das Studio ist (fast) immer geöffnet und seine Angebote sind stark an den Bedürfnissen seiner Kunden ausgerichtet und an den Terminkalendern seiner Mitglieder orientiert. Mit einem Click findet man die gesuchten Veranstaltungen und Uhrzeiten sowie die Wegbeschreibung.
Zugehörigkeit: Man macht die Erfahrung, dass man als Mitglied auch in den gleichnamigen Fitness-Studios in fremden Städten freundlich begrüßt und aufgenommen wird.
»Kommst du klar, findest du dich zurecht? Wenn dir etwas fehlt …«

Autor:

Adrienne Uebbing aus Weimar

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