Weihnachten in 60 Sekunden

Filmemacher müssen zunächst einmal ihre Ideen zu Papier bringen und viel schreiben: Leon, Forat und Paula (v.l.n.r.) arbeiten an ihren Skripten. Bis 10. Dezember sollen die Ultrakurzfilme eingereicht werden.
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  • Filmemacher müssen zunächst einmal ihre Ideen zu Papier bringen und viel schreiben: Leon, Forat und Paula (v.l.n.r.) arbeiten an ihren Skripten. Bis 10. Dezember sollen die Ultrakurzfilme eingereicht werden.
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Studenten der Bauhaus-Uni erstellen Kurzfilme über die Botschaft des Christfests

Von Katharina Hille

Im vergangenen Jahr hatte die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) in den Weihnachtsgottesdiensten per Postkarte zu einem elektronischen Nach-Adventskalender eingeladen. 2017 gibt es erneut die Aktion »Weihnachten geht weiter« – diesmal verbunden mit einem Wettbewerb um den besten Kurzfilm. Die Filme entstehen derzeit im Studiengang Medienkunst/Mediengestaltung der Bauhaus-Universität Weimar.
Familien kommen zusammen und treffen Freunde – für Paula, Forat und Leon bedeutet Weihnachten vor allem, zur Ruhe zu kommen, sich Zeit füreinander zu nehmen, zu feiern. Die drei belegen mit 16 weiteren Studenten das Werkmodul »Christmas Shorts« bei Professor Wolfgang Kissel und Franka Sachse. Mit dem Medientheologen Karsten Kopjar haben sie seit Semesterbeginn darüber nachgedacht, welchen Kern die Weihnachtsbotschaft hat und wie sie das alltägliche Leben prägt, welche Bilder sie mit dem christlichen Fest verbinden.
Nun arbeiten die Studenten mit Hochdruck an Drehbüchern und Storyboards. Filme von maximal 60 Sekunden Länge und aus unterschiedlichen Genres sollen entstehen und zeigen, wie Weihnachten heute weltweit wahrgenommen wird.
Das Werkmodul ist international besetzt. Forat aus Ägypten ist Muslima. Weihnachten ist in ihrer Heimat für die Familien vor allem ein Anlass für festliches Essen und gemeinsames Feiern. Sie vergleicht das Fest mit dem Fastenbrechen nach dem Ramadan und will für ihren Beitrag die Tradition des Weihnachtsstrumpfes mit den für Ägypten typischen Pantoffeln verbinden. Andere studentische Filme werden die Kommerzialisierung des Festes thematisieren.
Die Ultrakurzfilme werden zunächst einer Jury gezeigt: Pfarrer und Katecheten, Jung und Alt, kirchenfern und -nah. Dem Jurypreis der EKM, der am 21. Dezember vergeben wird, folgt die Bewertung durch das Publikum. Von Heiligabend bis zum 10. Januar können die Zuschauer im Internet die Clips bewerten. Alle Informationen sowie Impulse zum Motto der Aktion sind auf den Postkarten enthalten, die in den Kirchgemeinden Heiligabend verteilt werden.
»Zu den Gottesdiensten an Heiligabend kommen viele Menschen, die sonst eher wenig Kontakt zu Kirche und Glaubensfragen haben«, sagt Karsten Kopjar, Social-Media-Koordinator der EKM. »Bereits im vorigen Jahr ist es uns über die Postkartenaktion gelungen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.« Durch die Kooperation mit der Bauhaus-Universität werde dieser Horizont erweitert, denn die meisten Studenten des Seminars haben keinen Bezug zur Kirche. So werden die Filmbeiträge für manchen Zuschauer überraschend ausfallen.

www.weihnachten-geht-weiter.de

Filmemacher müssen zunächst einmal ihre Ideen zu Papier bringen und viel schreiben: Leon, Forat und Paula (v.l.n.r.) arbeiten an ihren Skripten. Bis 10. Dezember sollen die Ultrakurzfilme eingereicht werden.
Um die Ecke gedacht: So sehen die Postkarten aus, die am Heiligen Abend in den Kirchen verteilt werden können. Sie sind kostenlos und können bis 6. Dezember online bei der Landeskirche bestellt werden.
Autor:

EKM Süd aus Weimar

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