Syrien: Chefanklägerin klagt UN an

Genf (epd) – Die Schweizer Diplomatin Carla Del Ponte zieht sich aus der UN-Untersuchungskommission für Syrien zurück. Das Gremium zur Aufklärung von Verbrechen im syrischen Bürgerkrieg habe »rein gar nichts« erreicht, sie wolle keine »Alibi-Ermittlerin« mehr sein, begründete die frühere Chefanklägerin der Internationalen Strafgerichtshöfe für das ehemalige Jugoslawien und für Ruanda. Solange der UN-Sicherheitsrat kein Sondertribunal für die Kriegsverbrechen in Syrien einsetze, seien Berichte völlig nutzlos: »Die Staaten des Sicherheitsrates wollen keine Gerechtigkeit«; China und Russland blockierten alles.
Laut Del Ponte ist Syrien ein Land ohne Zukunft. »Sie zerstören alles, was irgendwie menschlich ist. Es ist unfassbar. Und glauben Sie mir: So schlimme Verbrechen wie in Syrien begangen werden, habe ich weder in Ruanda noch in Ex-Jugoslawien gesehen.« Es sei ein Skandal: »Wir dachten, dass die internationale Gemeinschaft etwas gelernt hat in Ruanda. Aber nein, nichts haben sie gelernt!«

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