Myanmar: »Entsetzliche Barbarei«

Genf (epd) – Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra’ad Al Hussein, hat gegen die Sicherheitskräfte Myanmars schwere Vorwürfe erhoben. Die systematische Gewalt gegen die muslimische Minderheit der Rohingya könnte Elemente eines Völkermordes aufweisen, erklärte er vor dem UN-Menschenrechtsrat. Zeid betonte, ein Gericht müsse klären, ob die Sicherheitskräfte und die Führung Myanmars sich eines Genozids schuldig gemacht hätten. Er warf der Armee und der Polizei Myanmars eine »entsetzliche Barbarei« vor. Die Sicherheitskräfte hätten Angehörige der Rohingya in dem westlichen Teilstaat Rakhine gefoltert, verjagt, vergewaltigt, erstochen, bei lebendigem Leib verbrannt und auf der Flucht erschossen. Seit August flüchteten nach Zeids Angaben 626 000 Menschen in das benachbarte Bangladesch, das den Opfern nach Kräften beistehe.

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