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Unsere Seite 1 – "Ostergeschenk von uns an Sie"
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Spinat oder Frankfurter Grüne Soße zu Gründonnerstag, Fisch zu Karfreitag. Während grünes Gemüse am Grün-Donnerstag einleuchtet, ist der Fisch erklärungsbedürftig. Das griechische Wort für Fisch, „ICHTHYS“, war eine Abkürzung für „Jesus Christus, Gottes Sohn, der Erlöser“ und quasi das Codewort der ersten Christen, die sich nicht öffentlich zu ihrem Messias bekennen durften.
Von Willi Wild
Fisch zu Karfreitag hat also mit dem Gedenken an Jesus Christus zu tun. Fleischliche Genüsse waren in der Fastenzeit und besonders am Karfreitag tabu. Aber es gibt auch noch einen anderen Zusammenhang zwischen Fisch und Karfreitag, der mit dem in der Ostsee gestrandeten Buckelwal „Timmy“ indirekt zusammenhängt.
Wie wir aus dem Biologieunterricht wissen, ist ein Wal kein Fisch, sondern ein Säugetier. In früheren Jahrhunderten galten sie aber oft als Fisch. In der Geschichte des Propheten Jona ist die Rede davon, dass er drei Tage im Bauch eines großen Fisches – Luther übersetzte Walfisch – überlebte. So wurde der Wal zum Symboltier für die Auferstehung. In der christlichen Ikonografie gibt es aber noch mehr tierische Hoffnungsträger auf ein ewiges Leben, wie Pfau und Phönix, Löwe und Lamm oder Schlange und Schmetterling.
Hoffnungsvoll gehen wir als Redaktion in die Osterfeiertage. Dafür steht schon die Jahreslosung: "Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!" Im Vorgriff darauf haben wir im vergangenen Jahr mit Gottes Beistand einiges neu machen können. Mit der Osterausgabe sind wir der Kooperation evangelischer Kirchenzeitungen beigetreten. Damit haben sich der Umfang als auch die inhaltliche Bandbreite von "Glaube + Heimat" erweitert.
Zudem startete vor einem Jahr die Serie "Und was glaubst du?" zu den 50 wichtigsten Bibelstellen. Rückschauend können wir als Redaktion dankbar staunend sagen: Gott sei Dank! Der Übergang verlief nahezu geräuschlos. Mittlerweile konnte man sich an die neue Aufmachung gewöhnen. Ein Ehepaar schrieb uns, dass sie sich nun nicht mehr streiten müssten, wer zuerst die Zeitung lesen dürfe, seit sie aus zwei Teilen mit jeweils acht Seiten besteht. Die könne man jetzt gut aufteilen und dann austauschen.
Erfreulicherweise hat die Glaubensserie ihren Weg in die Gemeinden gefunden. Wir werden die Serie nach Ostern weiterführen. Der Titel "Und was glaubst du?" wird bleiben, aber das Thema wird sich ändern. Wir haben Autorinnen und Autoren gebeten, uns in die Geheimnisse der Offenbarung einzuführen, dem letzten Buch des Neuen Testaments, aus dem der Vers der Jahreslosung stammt.
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Autor:Willi Wild |

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