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Die Braunschweiger Pröpstin Uta Hirschler hat eine zunehmend gnadenlosere Gesellschaft kritisiert. »Im Alltag unserer Welt herrschen Strategien und Planungen«, sagte die leitende evangelische Theologin zum Auftakt einer Predigtreihe. »Effektivere Nutzung von Ressourcen, das Erzielen von Umsatz und Ertrag wirken auf einzelne Menschen nicht selten wie ein Hamsterrad, in dem immer schneller, weiter und besser gelaufen werden muss.« Hirschler warb dafür, andere Erfahrungen und Neuanfänge zu ermöglichen. Da-
raus schöpfe die Seele Lebenskraft.

Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) kann nach eigener Aussage »mit Gott über alles reden«. Durch die Aufnahme in einen Gebetskreis engagierter Christen habe er gelernt, dass man über den Glauben offen reden dürfe.« So habe ich begonnen, mich zu öffnen und Gott noch mehr in mein Leben zu lassen.» Auch Gottesdienste seien für ihn wichtig, katholische wie evangelische: »Ich mag beides sehr. Ich bin ja evangelischer Lutheraner und wir gelten in der deutschen evangelischen Kirche ohnehin als ›halbe Katholiken‹.«

Die Moderatorin des ZDF-Morgenmagazins, Jana Pareigis, ist im kommenden Jahr Botschafterin der Internationalen Wochen gegen Rassismus. »Ich habe sofort zugesagt, weil ich es sehr wichtig finde, dass man sich in unserer Gesellschaft gegen Hass, Ausgrenzung und Gewalt engagiert«, sagte die afrodeutsche Journalistin, die 1981 in Hamburg als Tochter einer Deutschen und eines Simbabwers geboren und direkt nach der Geburt von einer Schwedin und einem Deutschen adoptiert wurde.

Der bekannte Dresdner Bürgerrechtler und Theologe Frank Richter ist nach fast 25 Jahren aus der sächsischen CDU ausgetreten. Dies sei eine »persönliche Gewissensentscheidung«, die er längere Zeit vor sich hergeschoben habe. Er begründete seinen Schritt mit einer fehlenden Streit- und Diskussionskultur in der Partei. Außerdem hadert der frühere katholische Priester und jetzige Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche Dresden mit seiner Ex-Partei, weil sie das »C«, das Christliche, in ihrem Namen zu verstecken versuche und überall als »Sächsische Union« plakatiere.

Autor:

Adrienne Uebbing aus Weimar

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