Altbischof Christoph Demke verstorben
„Mit viel Wärme und klarem Blick hat er seine Kirche geführt“

Christoph Demke zum Kirchentag in Burg 2006
  • Christoph Demke zum Kirchentag in Burg 2006
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  • hochgeladen von Beatrix Heinrichs

Altbischof Dr. Christoph Demke ist am 20. Juli 2021 im Alter von 86 Jahren verstorben.
Von 1983 bis 1997 stand Christoph Demke als Bischof an der Spitze der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen.

„Wir nehmen traurig und voller Dankbarkeit Abschied von Christoph Demke, der im Hospiz des Klosters Lehnin friedlich aus diesem irdischen Leben abgerufen worden ist. Wir vertrauen darauf, dass er nun schauen darf, was er geglaubt hat. Die Hinterbliebenen schließen wir in unsere Gebete ein und wünschen ihnen Stärkung und Trost“, sagt Friedrich Kramer, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. „Christoph Demke hat der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen als Bischof gedient. Mit viel Wärme und gleichzeitig klarem Blick hat er seine Kirche durch die letzten Jahre der DDR und die ersten Jahre nach der Wiedervereinigung geführt. Viele Menschen haben gute Erinnerungen an ihn und sind dankbar für seine geistliche Leitung, seelsorgerliche Nähe und theologische Tiefe. Seine klare pazifistische Haltung hat viele ermutigt. Wir danken unserem Herrn für alles, was er durch ihn und mit ihm unter uns gewirkt hat.“

Christoph Demke wurde am 3. Mai 1935 in Bunzlau/Schlesien geboren. Von 1953-1958 studierte er an der Humboldt-Universität in Berlin Theologie. Seine Promotion schloss Demke 1962 an der Kirchlichen Hochschule Berlin-Zehlendorf ab. Nach dem Bau der Berliner Mauer 1961 beteiligte er sich an dem Aufbau der kircheneigenen Theologischen Hochschule in Berlin, dem Evangelischen Sprachenkonvikt. Zunächst arbeitete der Theologe als Vikar und Pfarrer. 1964 wurde er an das Sprachenkonvikt als Dozent für das Fach "Neues Testament" berufen. Von 1975 an arbeitete er nebenamtlich und ab 1977 hauptamtlich als Sekretär der Theologischen Kommission im Sekretariat des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR. Er wurde 1981 zum Leiter dieses Sekretariats befördert und arbeitete in diesem Amt bis zu seinem Antritt als Bischof von 1983 bis 1994 in Magdeburg.

Neben seinem Bischofsamt war Demke von 1990 an Vorsitzender der Konferenz der Kirchenleitungen des Bundes evangelischer Kirchen in der DDR und leitete diesen Bund bis zu dessen Auflösung im Sommer 1991. Als letzter Vorsitzende der Konferenz der Kirchenleitungen führte er im Januar 1990 die Loccumer Gespräche mit, die zum erneuten Zusammenschluss der evangelischen Landeskirchen in Ost- und Westdeutschland zur gemeinsamen Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) führten.
Nach seinem Bischofsamt lebte Christoph Demke mit seiner Frau in Berlin.

(Pressemitteilung der EKM)

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