Auch wenn es noch nicht sichtbar ist: Das Böse hat verloren

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.
1. Johannes 3, Vers 8 b

Von Jürgen Hofmann, Pfarrer in Pratau

Ist der Teufel eine personale Macht? Auf diese Frage habe ich vor einigen Jahren eine für mich stimmige Antwort gefunden, die auch sehr gut zu dem biblischen Befund passt: Das Böse in dieser Welt, in all seinen Spielarten, tritt viel zu planmäßig und gesteuert auf, als dass es nur als die Summe aller bösen Taten verstanden werden könnte. Da muss ein zielgerichteter Wille dahinterstehen, und damit eine Person. Wie diese Person, die die Quelle alles Bösen darstellt, konkret aussieht, darüber sollten wir nicht spekulieren. Und diese Macht ist der Gegenspieler unseres Gottes, der ein Gott der Liebe ist.
Die Werke des Teufels bestehen darin, uns Menschen zu verleiten, nicht den Willen Gottes zu tun, der uns zum Leben dienen soll. Deswegen hat Gott seinen Sohn Jesus gesandt, damit er durch sein Leben, sein Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung die Werke des Teufels zerstören soll. Aber noch sehen wir leider nicht viel davon in unserer Welt. Noch sind Unfriede und Ungerechtigkeit, Trennung und Tod allgegenwärtig.
Trotzdem hat die Rettungstat von Jesus schon etwas bewirkt. Der Böse hat kein Recht mehr an uns, wir sind freigekauft. Aber er hat in dieser gefallenen Schöpfung noch eine gewisse Macht. Und doch ist Jesus jetzt schon der Sieger. Und wir dürfen aus diesem Sieg von Jesus heraus in der Kraft seines Heiligen Geistes leben. Leben als von Gott geliebte Kinder. Wir leben dadurch in einem spannungsvollen Zwischenzustand bis zur Wiederkunft Jesu. Aber in der Gegenwart von Jesus dürfen wir jetzt schon ein Leben führen, in dem Gottes Liebe und sein übernatürliches Wirken sichtbar werden können. So breitet sich das Reich Gottes aus, seine Gegenwart und die Kraft seiner Liebe. Und ich denke, dieses Leben aus der übernatürlichen Gegenwart Gottes heraus ist auch die einzige Chance, die wir haben, unsere christlichen Gemeinden geistlich zu beleben, die Werke des Teufels einzudämmen und damit auch einladend zu werden für Menschen, die in diese göttliche Bewegung des Segens noch nicht eingebunden sind.

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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