Jetzt ist Gottes Zeit 

Siehe, jetzt ist die willkommene Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!
2. Korinther 6, Vers 2b

Von Wolfgang Krauße, Superintendent in Sonneberg

Wir leben in Zeiten der Verunsicherungen, der Ängste, der Unüberschaubarkeit von Informationen und Meinungen. Sind es »alternative Fakten«, die uns aufgetischt werden, oder ist es wahr?
Noch nie ging es vielen Menschen so gut, und doch sind sie nicht glücklich, schon gar nicht einmal zufrieden mit ihrem Leben. Wird wirklich alles immer schlechter? Wie fühlt sich die eigene Gegenwart für uns an? Paulus will uns auf eine Spur bringen. »Siehe, jetzt ist die willkommene Zeit (der Gnade), siehe, jetzt ist der Tag des Heils!« Der Apostel empfindet seine Zeit als ein Geschenk Gottes. Gleichzeitig beschreibt er seine Wirklichkeit, seine Erfahrungen mit Trübsalen, Nöten und Ängsten. Er weiß vom Sterben, vom Traurigsein und vom Armsein und ist trotzdem voll mit starker Hoffnung.
Mit dem Beginn der Passionszeit erinnern wir uns an die Leiden, die Jesus erlitten hat und zugleich daran, dass das Leiden zu unserem menschlichen Leben gehört: Trauer und Tod. Sterben müssen und zusehen müssen, wie andere sterben. Die Passionszeit blendet das Leben in all seinen Facetten ein, nicht aus. All das, was für so viele Zeitgenossen kein Gesprächsthema mehr ist. Paulus hat es erlebt, den Grausamkeiten der Menschen, ihrer Willkür ausgeliefert zu sein. Über ihn hat sich ein »Shitstorm« ergossen, aber er ruft nicht zum Hass auf. Er weiß, wie das Leben »spielen« kann, dennoch schätzt er die eigene Gegenwart positiv ein. Als eine Zeit der Gnade, ein Tag des Heils.
Manchmal braucht es solche klaren, überzeugenden Worte. Und dazu gehören überzeugende Menschen wie Paulus, die sich in den Dienst ihrer Sache stellen lassen. Oft klagen wir ja, dass es kaum noch Vorbilder gibt, Persönlichkeiten, die für ihre Worte und ihre Überzeugungen stehen, ohne auf Quoten oder Mehrheiten Rücksicht zu nehmen.
Paulus spricht aus der Erfahrung des Glaubenden. Er will sie uns, seinen Gemeinden als heilsame Erfahrung weitergeben. Im Licht des Glaubens stellt sich die Welt anders dar, auch wenn vieles Einzelne in dieser Welt gleichbleibt. Auf den ersten Blick ist sie für Christen wie für Nichtchristen die gleiche, aber der Umgang mit ihr ist ein anderer. Statt vieler Verunsicherungen versichern wir uns, in welcher Lebenslage wir uns auch befinden, der Gnade unseres Gottes.

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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