Mit Goethe zum Kirchentag

Optimistischer Blick auf das Kirchentagswochenende: Karl Tetzlaff vom Trägerverein Reformation 2017, der Jenaer Oberbürgermeister Albrecht Schröter, die Superintendenten Sebastian Neuß (Jena) und Heinrich Herbst (Weimar) sowie der Weimarer Rathauschef Stefan Wolf (v.l.n.r) bei der Vorstellung des Programms.
  • Optimistischer Blick auf das Kirchentagswochenende: Karl Tetzlaff vom Trägerverein Reformation 2017, der Jenaer Oberbürgermeister Albrecht Schröter, die Superintendenten Sebastian Neuß (Jena) und Heinrich Herbst (Weimar) sowie der Weimarer Rathauschef Stefan Wolf (v.l.n.r) bei der Vorstellung des Programms.
  • Foto: Doris Weilandt
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Wenn Ende Mai in Jena und Weimar der Kirchentag auf dem Weg gefeiert wird, erhält nicht nur Goethes Vision von der Doppelstadt Aktualität.

Von Doris Weilandt

Seine Gretchenfrage »Nun sag, wie hast du’s mit der Religion« (»Faust«) gibt das Motto des dreitägigen Megaevents mit nahezu 350 Veranstaltungen vor. Der Besuch lohnt sich unbedingt. Neben den großen Bühnenprogrammen gibt es eine Reihe von Podien, Andachten und Pilgerreisen zur inneren Einkehr.
Mit einem ökumenischen Gottesdienst zu Himmelfahrt wird der Kirchentag auf dem Weimarer Marktplatz eröffnet (25.5.). Danach erwartet die Gäste auf mehreren Plätzen der Innenstadt ein abwechslungsreiches Abendprogramm mit Bands, Kleinkunst und Tischgesellschaften. Einen Tag später wird im Deutschen Nationaltheater (DNT) die Johannes-Passion von Philipp Emanuel Bach »semiszenisch« aufgeführt.
Zu den Höhepunkten in Jena gehören die »multimediale ökumenische Messe« in der Stadtkirche, eine Performance mit vertonten Lutherzitaten und katholischer Liturgie mit dem Ensemble der Musik- und Kunstschule und das Konzert »Lobgesang« mit dem Estonia Seltsi Segakoor aus Tallinn. An »Dom im FullDome Jena«, einem multimedialen Gottesdienst in der Kuppel im Planetarium, ist auch Superintendent Sebastian Neuß beteiligt. Für ihn ist Luther in krisenhafter Zeit wichtig, vor allem die Frage, was die Beschäftigung mit Religion für Geist und Seele bringen kann.
Interdisziplinäre Podien, Bibelarbeiten mit Politikern, darunter auch Ministerpräsident Bodo Ramelow, und Thementage wie »Scham, Gewalt, Liebe« gibt es in beiden Städten. Die Tickets gelten auch für den Pendelverkehr mit der Bahn.
Dass sich so viele Institutionen und Vereine in die Vorbereitungen mit eigenen Programmen eingebracht haben, ist für den Weimarer Superintendenten Heinrich Herbst eine beglückende Erfahrung: »Der Kirchentag betrifft die ganze Gesellschaft. Die Frage nach der Religion stellt sich neu als Sinnfrage.«
Die Veranstalter rechnen mit etwa 15 000 Menschen. Viele von ihnen übernachten in Gemeinschaftsunterkünften. Aber für die Beherbergung werden noch Quartiere gesucht. Dabei geht es weniger um Komfort, vielmehr – nach alter Kirchentagstradition – um die Gastfreundschaft und das Kennenlernen. Jeder, der ein Bett bereitstellen kann, sollte sich unter quartiere@r2017.org oder unter der Telefonnummer (0 34 91) 6 43 47 07 melden. Am 28. Mai treffen sich alle »Kirchentage auf dem Weg«, zu denen auch Jena/Weimar zählt, in Wittenberg zum großen Festgottesdienst anlässlich des Reformationsjubiläums.

Autor:

EKM Süd aus Weimar

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