Kirchliche Verbundenheit

Die Stadtkirche St. Georg in Schmalkalden

Bischof lobt Christen in Schmalkalden

Den Glauben der Christen in der DDR hat der Bischof der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, gewürdigt. Bei einem Besuch im evangelischen Kirchenkreis Schmalkalden, der als Exklave in Thüringen zu seiner Kirche gehört, sagte er: »In Schmalkalden gibt es eine hohe kirchliche Verbundenheit bei den Gläubigen. Viele haben dadurch in der Vergangenheit auch Nachteile in Kauf genommen.«
Ihm sei noch einmal deutlich geworden, »dass auch 28 Jahre nach der Grenzöffnung die Wunden nicht vernarbt sind. Sie sind sichtbar.« Manchen Gläubigen sei beispielsweise eine Ausbildung verwehrt worden, weil sie nicht zur Jugendweihe, sondern zum Konfirmandenunterricht gegangen seien. »Man kann das Engagement dieser Menschen nicht hoch genug schätzen. Sie standen für ihren Glauben ein«, so Hein. Das seien Lebenssituationen, die man sich im Westen nie habe vorstellen können, so der Bischof.
Seit 1991 gehört Schmalkalden wieder zu Kurhessen-Waldeck. Auch nach Gründung der DDR verblieb der Kirchenkreis zunächst bei der kurhessisch-waldeckischen Kirche. 1972 wurde er auf Druck der DDR-Führung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Thüringen zugeschlagen. Als Folge der friedlichen Revolution konnte sich der Kirchenkreis nach dem Mauerfall wieder Kurhessen-Waldeck anschließen.(idea)

Autor:

Kirchenzeitungsredaktion EKM Süd

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