Faust

Beiträge zum Thema Faust

Feuilleton

Faust-Apokryphen
Blick vom Berge Ararat in Richtung des kaiserlichen Thronsaals

Faust und Mephisto stehen auf dem Berge Ararat inmitten der Trümmer von Noahs gestrandeter Arche. Beide schauen in Richtung des kaiserlichen Thronsaals und sehen, wie am Silvesterabend die Menschen mit Knallern und Raketen versuchen, ihre Angst vor der Zukunft wirksam zu bekämpfen. Beim Herabschauen auf die Menschenwelt entsteht folgender Dialog, der alle Welträtsel schlechthinniger Existenz zum Thema hat. Faust behauptet, die Menschen würden irgendwann einen Weg finden, sich gegenüber allen...

Glaube und Alltag

HABE NUN ...
LEIDER AUCH THEOLOGIE?

Johannes Faust sitzt in seiner Studierstube als ein Mann, der viel zu lange unter einer zu niedrigen Zimmerdecke gelebt hat. Und Goethes Drama Faust I beginnt deshalb nicht mit der hochgepriesenen Tat, sondern mit dem Geständnis einer intellektuellen Erschöpfung.  „Habe nun, ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie studiert“– dieses LEIDER ist kein beiläufiger Seufzer, sondern eine tektonische Verschiebung. Es ist das Wort eines Menschen, der merkt, dass gerade das...

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