Magdeburger Dom
Gebet für die Gesellschaft
- Foto: epd-bild/Thomas Nawrath
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Am Vorabend des Himmelfahrtstages fand am Barlachmahnmal das erste „Gebet für die Gesellschaft“ der Evangelischen Domgemeinde Magdeburg statt.
Prädikantin Helga Fiek richtete den Blick besonders auf das Thema Inklusion. Jesus lehrt uns einander zu lieben. Die Liebe, die Jesus meint, bedeutet, in jedem Menschen, dem wir begegnen, ein Kind Gottes zu sehen und einander zu respektieren, einander zu helfen, jeden als gleichberechtigten Mitmenschen anzunehmen. Als Mitmenschen entscheiden wir, wie freundlich, respektvoll, hilfsbereit – ja mit Liebe – wir auch behinderten Menschen begegnen – und ob wir das auch unseren Kindern beibringen.
„Liebe“ kann sogar bedeuten, denen zu widersprechen, die versuchen anderen ihre gottgegebene Würde abzuerkennen. Ihnen ist deutlich zu sagen, wie falsch sie liegen. Das ist viel schwieriger, als zuzustimmen und zu applaudieren oder zu schweigen. Aber es ist notwendig. Denn wer erkennt, dass etwas schlecht oder falsch ist aber nicht widerspricht, handelt wie ein Komplize im Geiste. Jesus sagt: „Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“ In der Bergpredigt hören wir Jesus sagen: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ (Mt 7,16)
Nächste Termine: 11.06. / 09.07. / 13.08. (Beginn jeweils 17.30 Uhr)
Ort: Barlach-Mahnmal im Magdeburger Dom
Das Gebet am 11. Juni gestaltet die Junge Gemeinde des Domes mit Gemeindepädagogin Karoline Fitz, am 9. Juli kommen Theologen der Pfeifferschen Stiftungen in den Dom
Markus Mitsching
Kirchenältester im Domgemeindekirchenrat
Autor:Helga Fiek |
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