Gedenkort am Dornbuschleuchter
Trostangebot im Kloster

 Die Klosterkirche St. Vitus in Drübeck bieten eine besonderen Gedenkort, um Trost zu empfangen.
  • Die Klosterkirche St. Vitus in Drübeck bieten eine besonderen Gedenkort, um Trost zu empfangen.
  • Foto: Kloster Drübeck
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Im Kirchenkreis Halberstadt läuten seit ein paar Wochen immer sonntags die Glocken für die Opfer der Corona-Pandemie. Viele Kirchengemeinden haben sich zusätzlich für die Menschen, die an Covid19 gestorben sind, oder für diejenigen, die in ihrer Familie oder im Freundeskreis Opfer zu beklagen haben, ein besonderes Gedenken ausgedacht. Auch von der Klosterkirche St. Vitus in Drübeck läuten immer sonntags die Glocken. „Aber wir haben uns auch gefragt: Gibt es einen zentralen Ort für das Gedenken? Unser romanischer sakraler Bau mit seinem Dornbuschleuchter kann in besonderer Weise ein solcher Ort sein, wo Menschen Gelegenheit haben, ihrer Not, ihrer Trauer oder ihrer Einsamkeit Ausdruck zu geben“, sagt Pfarrer Michael Bornschein, Leiter des Pastoralkollegs am Evangelischen Zentrum Kloster Drübeck. „Der Dornbuschleuchter mit seinen brennende Kerzen bietet eine gute und wohltuende Atmosphäre.“ Es sei ein Ort voller Schönheit, der eine gewisse Anonymität biete und eine Niederschwelligkeit. Er sei damit auch für Menschen geeignet, die nicht in die Kirche ihres Wohnortes gehen möchten, oder die gar nicht Kirchenmitglied sind.
In der Hauskonferenz des Evangelischen Zentrums Kloster Drübeck wurde gemeinsam entschieden, wie der Ort des Gedenkens aussehen soll. Vor dem Dornbusch ist nun ein Pult aufgebaut, in dem handschriftlich geschriebene Briefe mit persönlichen, einfühlenden Worten bereitstehen. Es liegt ein Buch aus, in das die Menschen ihre Gedanken schreiben können, wenn sie das wollen. Jeden Sonntag von 15 bis 18 Uhr erklingt meditative Musik durch die Klosterkirche. Es können Kerzen angezündet werden. Und Michael Bornstein verweist darauf, dass die Klosterkirche St. Vitus täglich von 8 bis 18 Uhr offen steht. Montags, mittwochs und freitags wird dort immer um 18 Uhr zum „Abendgebet in schwierigen Zeiten“ geladen.
Seit dem Sonntag Invokavit, also dem ersten Sonntag der Passionszeit, läuft das Sonntagsnachmittagsangebot. Vorerst soll es bis einschließlich Ostern aufrechterhalten werden. Es werde gut angenommen, sagt Pfarrer Bornschein. Er betont zugleich, dass das, was in Drübeck geboten werde, kein Konkurrenz-angebot zu den Kirchen vor Ort sei. Aber er glaube, dass klösterliche Orte eine besondere Bedeutung haben, in die Gesellschaft hineinzuwirken, da sie eine besondere Ausstrahlung haben und etwas Anonymität bieten.
Claudia Crodel

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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