„Da fehlt doch was!“
Historisches Wernigeröder Altargemälde wird restauriert
- hochgeladen von Christian Reinboth
Nach über einem Jahr der Fördermittelbeantragung, Genehmigungseinholung und Vorbereitung war es am 21. August endlich so weit: Unter den wachsamen Augen der Restauratorin Helga Freifrau von Medem sowie mit tatkräftiger Hilfe von Experten der Wernigeröder Gerüstbaufirma Maik Hahne, unseres Hausmeisters Dirk Wiedenbein und etlicher Unterstützerinnen und Unterstützer, wurde das große Altargemälde des Cranach-Schülers Adam Offinger in der Wernigeröder Christuskirche vorsichtig abgehängt und fachgerecht für den Transport in die Weimarer Restaurationswerkstatt verpackt.
Die beeindruckende Darstellung der Kreuzigung entstand im Jahr 1598 für die bischöfliche Kapelle in Schloss Gröningen und gelangte 1847 in die damals neu errichtete Hasseröder Konkordienkirche, aus der sie 1909 in die Christuskirche umzog. Da das Gemälde seit mehr als einem Jahrhundert nicht mehr gereinigt wurde, soll es in den kommenden Monaten fachgerecht überholt und an einigen Stellen ausgebessert werden, bevor es im neuen Jahr und in neuem Glanz wieder – vermutlich aber an einer anderen und besser zugänglichen Stelle – in der Kirche aufgehängt wird.
Schon ein erster Blick auf die Rückseite des Gemäldes nach der Abhängung brachte mehrere bis dato unbekannte Inschriften aus dem 18. und 19. Jahrhundert ans Licht – es bleibt also spannend. Die Restauration erfolgt im Rahmen einer LEADER-Förderung.
Das Projekt wird unter dem Aktenzeichen 870126000045 im Rahmen des GAP-Strategieplans für die Bundesrepublik Deutschland für die Förderperiode 2023 bis 2027 (GAP-SP) und nach den Regularien des Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), Intervention LEADER (Interventionscode (MS) — EL-0703) aus Mitteln der Europäischen Union und Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.
Autor:Christian Reinboth |
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