Predigttext 21.3.2021 - Hiob
William Blake

Hiob - William Blake (mit freundlicher Genehmigung der Seite http://freechristimages.org)
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Zum Bild: Im unteren Bereich sehen wir fünf Personen. Links eine Frau - das kann die Frau Hiobs sein, welcher als Zweiter von links nach oben schaut. Rechts sehen wir die drei Freunde Hiobs. Hiobs Blick richtet sich nach oben zu einer zweiten Ebene. Hier sitzt Gott, dessen Ähnlichkeit zu Hiob auffällig deutlich wird. Gott kniet und breitet zugleich die Arme wie der Gekreuzigte (Christus) aus. Seine Hände scheinen jene beiden Wesen zu segnen, die von ihm auszugehen scheinen. Auf der linken Seite (von Gott aus gesehen die rechte Seite) ist es die Sonne mit vier Rössern. Auf der rechten Seite (von Gott aus gesehen die linke Seite) ist es eine dunkle Gestalt mit Mondsichel am Scheitel, die zwei Drachen zu lenken scheint. Gott schickt sie von sich weg - und damit aufeinander zu. In der dritten Ebene (oben) erscheinen vier lobpreisende Wesen. Diese korrespondieren den vier in der unteren Ebene (Grotte) knienden Personen, während Gott und Hiob miteinander korrespondieren. Die Stellung der Arme Hiobs als nach Innen gewendete Geste, die Geste Gottes nach Außen. Der Blick Hiobs verbindet die Grotten-Ebene mit der mittleren, auf der Gott durch das waltet, was uns oft als so widersprüchlich erscheint. In der dritten Ebene ist alles gelöst … Man kann die Gestalten Gottes und Hiobs austauschen (vgl. zweites Bild) Gott ist Hiob und Hiob ist Gott. Unter anderem ist auch das ein Thema des biblischen Hiobbuches … 

Predigttext für den 21.3.2021
HIOB 19,23-27

23 Ach, - Würden meine Worte doch geschrieben, würden sie doch in ein Buch eingeritzt,

24 mit eisernem Griffel und mit Blei, für immer gehauen in den Fels.

25 Denn ich, ich weiß: Mein Erlöser lebt, als Letzter erhebt er sich über dem Staub.

26 Ohne meine Haut, die so zerfetzte, und ohne mein Fleisch werde ich Gott schauen.

27 Ihn selber werde ich dann für mich schauen; meine Augen werden ihn sehen, nicht mehr fremd. Danach verzehrt sich mein Herz in meinem Innern.

----------zum Maler ----------

William Blake (* 28. November 1757 in London; † 12. August 1827 ebenda) war ein englischer Dichter, Naturmystiker und Maler. Sowohl sein künstlerisches als auch sein literarisches Werk wurde von den Zeitgenossen weitgehend abgelehnt. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurden seine innovativen Arbeiten von den Präraffaeliten entdeckt, fanden allgemein Anerkennung und später auch in der Popkultur Verbreitung. Die erste Gesamtausgabe der Werke Blakes wurde 1893 vom irischen Dichter William Butler Yeats herausgegeben. Schon als Kind soll William Blake über das „zweite Gesicht“ verfügt und Visionen von Engeln und Propheten gehabt haben, die er in Gedichten und Bildern verarbeitete. Blakes Eltern waren von der Hochkirche abweichende Dissenter. Die Bibel gehörte zu den prägenden Einflüssen auf Blake und blieb zeitlebens für ihn eine Quelle der Inspiration.
Williams Vater war ein der Mittelklasse angehöriger Strumpfmacher. Die Eltern Williams erkannten früh, dass sich ihr Sohn aufgrund seines eigenwilligen Temperamentes wenig für die Schule oder einen regulären Beruf eignete, daher besuchte William nie die Schule. Er wurde daheim von seiner Mutter Catherine Wright Armitage Blake unterrichtet und bereits mit zehn Jahren in einer der bedeutendsten Londoner Zeichenschulen angemeldet. 1772 begann Blake eine Lehre bei dem Kupferstecher James Basire. Nach deren Abschluss wurde Blake 1779 Student in der Royal Academy of Arts. Mit der Aufnahme in die Royal Academy of Arts schien für William Blake eine erfolgreiche Karriere als Historien-Maler vorgezeichnet. Aber er überwarf sich mit dem Akademiepräsidenten, dem Porträtmaler Sir Joshua Reynolds, der Blakes Arbeiten missbilligte. Damit waren seine Hoffnungen auf eine Laufbahn als Historien-Maler zerschlagen. Im Jahr 1782 heiratete er Catherine Boucher. Sie stammte aus einfachen Verhältnissen, bildete sich jedoch durch eigene Studien fort und half Blake mit ihren technischen Fertigkeiten bei der Produktion einiger seiner bekanntesten Werke. 1784 eröffnete Blake eine Druckerei in London und arbeitete bis zu seinem Tod als Graveur und Illustrator, arm und weitgehend unbeachtet. Er fand jedoch verschiedene Freunde und Wohltäter, die ihm u. a. durch Arbeitsaufträge durch die Phasen größter finanzieller Schwierigkeiten halfen. Die 45 Jahre währende Ehe blieb kinderlos.
Aus heutiger Sicht zählen Blakes Dichtungen zu den bedeutendsten Werken der englischen Lyrik; seine Zeichnungen werden zu den großen Werken der englischen Kunst gerechnet. Zu seinen Lebzeiten galt Blake dagegen lange Zeit als nicht begreifbarer Visionär, dessen mystisches Weltbild als Ausdruck geistiger Verwirrung betrachtet wurde.
Erst sehr spät in seinem Leben, etwa ab 1818, konnte Blake noch erleben, dass eine neue Generation von Künstlern (wenn auch nur in begrenzter Zahl) seine Arbeiten zu schätzen begann. Die Bedeutung eines „Künstlers als prophetische Kraft und spiritueller Führer” hatte inzwischen zunehmend Bedeutung erlangt.
Die eigentliche Originalität Blakes und sein prophetischer Blick für die Gefahren oder Fehlentwicklungen der Moderne sind jedoch überwiegend erst im 20. Jahrhundert erkannt worden.

(aus WIKIPEDIA)

Hiob - William Blake (mit freundlicher Genehmigung der Seite http://freechristimages.org)
Hiob ist Gott und Gott ist Hiob (Bildmontage)
Autor:

Matthias Schollmeyer aus Wittenberg

Webseite von Matthias Schollmeyer
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