Diakonie- und Gemeindeprojekt „Kleine Kirchen-Künstler“
Spontaner Applaus in der Kirche

Die Delitzscher Stadtkirche St. Peter & Paul war zur Vernissage der "Kleinen Kirchenkünstler" gut gefüllt.
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  • Die Delitzscher Stadtkirche St. Peter & Paul war zur Vernissage der "Kleinen Kirchenkünstler" gut gefüllt.
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Im Delitzscher Gemeindehaus und in der Stadtkirche St. Peter & Paul war richtig viel los. Eingeladen war zur Vernissage der „Kleinen Kirchen-Künstler“ und die Kirche war proppenvoll. Die gezeigten Kunstobjekte ranken sich allesamt um das biblische Gleichnis vom verlorenen Schaf. Gemeinsam hatten dieses Projekt Kita-Bereichsleiterin Marlis Bauer vom Diakonischen Werk Delitzsch/Eilenburg e.V. und Gemeindepädagogin Babett Herkt von der Kirchengemeinde Delitzsch schon vor Monaten ins Leben gerufen. Der Ruf erging an alle Vorschulkinder der diakonischen Kindertagesstätten aus der Region: Jeder sollte – passend zur Osterzeit – ein künstlerisch kreatives Projekt zum Gleichnis rund um das verlorene Schaf basteln, malen oder gestalten.

Am Tag der Vernissage trafen sich zunächst die Vorschulkinder aus den zehn Diakonie-Kitas aus Delitzsch, Bad Düben, Eilenburg, Glaucha, Laußig, Löbnitz, Schkeuditz und Wölkau im evangelischen Gemeindehaus „Zu den fünf Kirchen“ in der Delitzscher Schlossstraße. Hier gab es für die rund 100 Kinder samt Erzieher ein buntes Programm. Gespannt verfolgten alle im Gemeindesaal die Abenteuer von „Pettersson und Findus“ – ein Puppentheaterstück vom Theater Fingerhut aus Leipzig. Die Attraktion im Pfarrhausgarten war ein Mutterschaf mit vier Tage alten Lämmern.

Um 17 Uhr waren die Kinder dann – zusammen mit ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern – in die Stadtkirche St. Peter & Paul eingeladen, wo zum einen alle Kunstprojekte ausgestellt waren und wo sie zum anderen von Stadtkirchenpfarrer Stephan Pecusa und dem Schkeuditzer Pfarrer Axel Meißner zu einer Andacht eingeladen waren. Diese legten sich voll ins Zeug und zogen schnell die Kinder in ihren Bann. Es wurde gemeinsam gesungen und gebetet. Mit viel Lachen verfolgten alle die Andacht rund um das verlorene Schaf, wozu sich Stephan Pecusa in das Schaf und Axel Meißner in den besorgten Hirten verwandelten. Das Credo wurde so leicht verständlich an die großen und kleinen Besucher vermittelt: Das Schaf – das Lamm Gottes – ist der Mittelpunkt unseres Glaubens. Wie der besorgte Schäfer, so ist auch Gott immer auf der Suche nach seinen verirrten Schafen – er lässt uns nicht im Stich, er ist immer für uns da.

Nach der Andacht gab es spontanen Applaus in der Kirche… Dies ist für regelmäßige Kirchgänger etwas ungewöhnlich, war aber angesichts des eben Erlebten eine verständliche Reaktion. Bewusst hatte das Vorbereitungsteam auf ein „niederschwelliges Angebot“ gesetzt – denn viele der in der Kirche Versammelten waren eben keine Gemeindemitglieder bzw. Christen. Zum Abschluss präsentieren die jungen Künstler voller Stolz ihre Kunstobjekte, die bis zum 21. Mai in der Kirche zu sehen sind. Die Zusammenarbeit von Diakonie und Kirche war an dieser Stelle ein voller Erfolg – zur Nachahmung wärmsten empfohlen.

Andreas Bechert

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