Feuilleton
AUF DEN 28. Dezember
Festum Sanctorum Innocentium
Am andern Tage bietet sich durchs Fenster ein grausam böses Bild den Augen dar: Heran in Reihen zieht es wie Gespenster mit Rüstung, Schwert und Lanze offenbar. Zum Trommelschlag die schwarzen Fahnen wehen und Kriegsgesänge stimmte an die Schar. „Herod lässt seine Söldnertruppen gehen nach Bethlehem, zu stiften Mord und Not. Die Mütter wird es treffen, wird man sehen - denn unserm Kinde wünscht der König Tod!“ Der Engel, der mich führt, hob an zu trauern, indes den Himmel färbt des Abends Rot:...