Wahl zum Landesbischof
Akademie-Direktor wird neuer Bischof in Mitteldeutschland

Friedrich Kramer

Kloster Drübeck (epd) - Der 54-jährige Akademie-Direktor Friedrich Kramer wird neuer Bischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Die Synode wählte ihn am Freitag im dritten Wahlgang zum Nachfolger von Ilse Junkermann, die nach zehn Jahren im Sommer zur Universität Leipzig wechselt. Kramer nahm die Wahl an.

Der bisherige Direktor der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt erhielt 56 von 84 abgegebenen und gültigen Stimmen. Die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit der gültigen Ja-Stimmen hatte bei exakt 56 Stimmen gelegen. Auf die unterlegene Kandidatin, die Superintendentin des Kirchenbezirks Plauen, Ulrike Weyer, entfielen 17 Stimmen. Der dritte Bewerber, Pfarrer Karsten Müller aus Halle, hatte seine Kandidatur bereits nach dem ersten Wahlgang zurückgezogen.

Friedrich Kramer wurde am 30. Oktober 1964 in Greifswald geboren. Im Alter von zehn Jahren zog seine Familie nach Wittenberg, wo sein Vater das Predigerseminar leitete. Nach dem Abitur diente er von 1983 bis 1985 als Bausoldat in Prora auf Rügen. Nach seinem Studium der Evangelischen Theologie von 1985 bis 1991 in Berlin an der Humboldt-Universität war er Pfarrer in Lodersleben und Gatterstädt bei Querfurt sowie mit der Jugendarbeit im Kirchenkreis Querfurt beauftragt.

Von 1997 bis 2008 war Kramer als Pfarrer für Studentenseelsorge in Halle tätig. Seit 2009 ist er Direktor der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt und zugleich Studienleiter für Theologie und Politik. Der 54-Jährige ist verheiratet mit Sabine Kramer, Direktorin des Predigerseminars in Lutherstadt Wittenberg, und hat zwei Töchter. Zudem ist Friedrich Kramer auch Honorardozent an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Halle und in verschiedenen Gremien aktiv.

Die EKM entstand zum 1. Januar 2009 aus dem Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen mit der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen. Der mitteldeutschen Kirche gehören etwa 700.000 evangelische Christen an; rund 450.000 davon in Thüringen und etwa 240.000 in Sachsen Anhalt. Die übrigen Mitglieder stellen Gemeinden in den Randgebieten von Brandenburg und Sachsen.

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