Lutherkirche Rudolstadt
Prächtige Mosaikglasfenster, klangvolle Orgel

Die Lutherkirche Rudolstadt | Foto: R. Möhler, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41580182
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  • Die Lutherkirche Rudolstadt
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Kirchenbauwerke gehören zu vielen Ortschaften. Sie sind bekannt als Wahrzeichen, Ortsmittelpunkt oder Orientierungsmarke. Die Gotteshäuser haben architektonisch, kunsthistorisch und regionalgeschichtlich vielfältige Bedeutung. Diesmal geht es um ein Gotteshaus in Rudolstadt im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt im Südosten des Freistaates Thüringen.

Die Lutherkirche zu Rudolstadt ist ein evangelisch-lutherisches Gotteshaus in Rudolstadt in Thüringen. Die Kirche wurde 1906 vollendet nach dem Entwurf des Architekten Theodor Quentin und steht unter Denkmalschutz.

Das Gotteshaus ist als dezidiert „lutherische“ Gottesdienststätte konzipiert. Architektonisch stehen sich die Elemente der Verkündigung gegenüber, so ergänzen Kirchenmusik (Kultur) und Predigt sowie Sakrament (Kult) einander. Außergewöhnlich beeindruckend sind die zahlreichen Mosaikglas-Fenster.

Geschichte
Der Grundstein zur Lutherkirche wird 1904 unter Beteiligung des Fürstenhauses gelegt, und am 10. Oktober 1906 wird die Kirche als Nachfolger der alten Garnisonkirche eingeweiht.

Sie ist im neugotischen Stil errichtet und spiegelt die Aufbruchstimmung der Residenzstadt um die Jahrhundertwende in einem neu entstehenden, bürgerlichen Stadtteil.

Die Architekturteile als Maßwerke sind in rotem Sandstein ausgeführt, die glatten Mauerflächen in grauem, einheimischem Sandstein. So wirkt das Gotteshaus ein wenig wie nach einer Vorlage aus einem Ankersteinbaukasten zusammengebaut.

Hoch interessant ist die einheitliche Ausstattung und deren theologische Konzeption. Wesentlicher Bestandteil sind die drei Altarraum-Glasfenster mit der Heilsgeschichte sowie die sich an den Seiten gegenüberliegenden Musiker- und Theologenfenster.

Sie setzen biblische sowie theologie- und frömmigkeitsgeschichtliche Schwerpunkte, die neben einer lutherischen Sichtweise auch ein Spiegelbild der damaligen zeitgeschichtlichen Denkweise sind.

Stifterfenster
Das „lutherische“ Konzept findet auch Ausdruck in den Stifterfenster-Paaren:

In einem Fensterpaar stehen sich die Geschichte der Theologie mit Luther, deshalb „Lutherfenster“, Augustinus, Zinzendorf als universale theologisch-geistliche Väter, den lokalen Verteidigern des reformatorischen Glaubens, Heinrich XXII. und Katharina die Heldenmütige, beide Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, sowie den zeitgenössischen Stiftern Familie Mohr, Rudolstadt, gegenüber.

Die Geschichte der Kirchenmusik („Dichtkunst und Musik“) findet ihre zentrale Darstellung im Harfenspieler David, dem Dichter Paul Gerhardt und dem Komponisten Johann Sebastian Bach, die von zwei Liederdichterinnen aus Schwarzburg-Rudolstadt - so zum Beispiel Aemilie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt - eingerahmt werden.

Bestimmt werden die Stifterfenster von den drei „heilsgeschichtlichen“ Fenstern Weihnachten, Kreuztragung und Auferstehung sowie Pfingsten im Chorraum.

Orgel
Die Orgel mit zwei Manualen, Pedal und 27 Registern wurde im Jahr 1906 fertiggestellt, geschaffen hat sie G. F. Steinmeyer & Co. aus Oettingen.

Im Jahr 1998 wurde sie restauriert von Rösel & Hercher und Jean-Paul Edouard, Frankreich, Intonation. Regelmäßig sind anspruchsvolle Orgelkonzerte zu erleben.

Koordinaten: 50° 43′ 9″ N, 11° 19′ 40″ O

https://de.wikipedia.org/wiki/Lutherkirche_(Rudolstadt)
dort auch Verzeichnis der Autoren; Textnutzung entsprechend Creative Commons CC BY-SA 4.0

https://www.kirchenkreis-rudolstadt-saalfeld.de/kontakt/einrichtungen-gemeinden/kk-rudolstadt/gemeinde/rudolstadt-i/rudolstadt/lutherkirche-rudolstadt/

Die Lutherkirche Rudolstadt | Foto: R. Möhler, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41580182
Portal | Foto: NoRud, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42991813
Blick zum Altar | Foto: NoRud, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=124954168
Blick zu Orgel und Empore | Foto: NoRud, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=124954211
Altar mit drei der beeindruckenden Mosaikglasfenster | Foto: NoRud, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=124954347
Die Steinmeyer-Orgel von 1906 | Foto: NoRud, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=124954238
Autor:

Holger Zürch

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