Für eine bessere Welt: Frauen im Bauernkrieg
Die aufsässigen Töchter Gottes
- Losbruch: Die Radierung (1903) von Käthe Kollwitz zeigt Margarete Renner, eine der bekanntesten Frauen im Bauernkrieg.
- Foto: epd-bild
- hochgeladen von Online-Redaktion
Von Edgar S. Hasse
Am 24. Mai 1525 zogen rund 1500 Frauen samt ihren Kindern barfuß und mit offenen Haaren, zerrissener Kleidung und Wermutkränzen zum Heerlager der Fürsten nahe der belagerten Stadt Mühlhausen. Sie baten um Gnade für ihre Männer. Aber die Fürsten lehnten das strikt ab. Stattdessen sollten die Männer ehrfürchtig vor die Adligen treten, was sie dann auch taten. Daraufhin nahmen die Soldaten von Sachsen und Hessen Mühlhausen unter Schutzherrschaft. Drei Tage später wurde der Theologe Thomas Müntzer, der wortgewaltige Anführer im Bauernkrieg, dortselbst enthauptet.
Die Historikerin Franziska Neumann schildert diese Szene, die sich so oder ähnlich zugetragen haben mag, in ihren Buchbeitrag „Frauen im Bauernkrieg zwischen Frauen- und Geschlechtergeschichte“.
Autor:Online-Redaktion |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.