Alles muss klein beginnen

Lernen macht Spaß: Klassenlehrerin Kathleen Bergmann zeigt, womit die Kinder in der Evangelischen Grundschule täglich arbeiten.
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Evangelische Grundschule entstand auf Basis einer Elterninitiative

Von Beatrix Heinrichs

Wenn Räume Lieder wären, dann würde die Evangelische Grundschule Jena wohl einer bekannten Melodie von Gerhard Schöne gleichen. Die Ganztagsschule in freier Trägerschaft hat in diesem Schuljahr mit acht Kindern ihren Betrieb aufgenommen. Damit ist sie die kleinste Schule Jenas. »In der breit gefächerten Bildungslandschaft der Stadt ist unser Konzept einzigartig«, erklärt Christina Neuß, stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins.
Das tragende Element für die Bekenntnisschule ist die christliche Prägung. Der Evangelische Religionsunterricht ist für alle Klassenstufen verbindlich, der Glaube durchzieht den schulischen Alltag. So gibt es morgendliche Andachten oder eine Tischgemeinschaft zum Mittagessen. Neben der konfessionellen Ausrichtung setzt die Grundschule einen kirchenmusikalischen Schwerpunkt, wobei frühes Notenlesen, Instrumentenspiel und Chorsingen gefördert werden. Gearbeitet wird nach Erkenntnissen der Musikpädagogin Justine Bayard Ward. »In Mitteldeutschland gibt es nur in Magdeburg und Naumburg Schulen, die nach ihrer Methode unterrichten«, weiß Christina Neuß.
Inhaltlich orientiert sich die Evangelische Grundschule, wie staatliche Einrichtungen auch, am Thüringer Lehrplan. »Im Fokus unserer Pädagogik steht die individuelle Wertschätzung und Förderung jedes Einzelnen und ein lebensnahes und lebensbejahendes Lernen«, sagt Schulleiterin Silke Mack-Rymatzki. Offen steht die Schule allen, ungeachtet der Religionszugehörigkeit. Für den Besuch wird ein Schulgeld von 120 Euro im Monat erhoben.
Auf den Weg gebracht hat die Grundschule der ehemalige Pfarrer der Jenaer Stadtkirche, Mathias Rüß, der 2014 den Trägerverein gründete. Derzeit ist die Evangelische Grundschule unter dem Dach des Christlichen Gymnasiums Jena beheimatet. Ab dem nächsten Schuljahr wird sie das ehemalige Haus der Begegnung in Jena-Kunitz beziehen. Für 2019 ist der Umzug in den Schulneubau nahe der Jenaer Stadtkirche geplant.

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EKM Süd aus Weimar

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