Ehemalige Bausoldaten
Wittenberger Erklärung

Ehemalige Bausoldaten betrachten die aktuellen politischen Entwicklungen mit Sorge. In einer in Wittenberg verabschiedeten Erklärung wenden sie sich gegen den Missbrauch von Geschichte, warnen vor neuen atomaren Bedrohungen und sprechen sich für die Förderung gewaltfreier Konfliktbearbeitung aus, wie die Evangelische Akademie Thüringen mitteilte, die die Tagung in Wittenberg gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt organisiert hatte.An der Tagung 'Die letzten Tage der Bausoldaten und die Friedliche Revolution' vom 4. bis 6. Oktober beteiligten sich rund 70 Teilnehmer. Die Wittenberger Erklärung ist auch als Botschaft an die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vom 10. bis 13. November in Dresden gedacht, die unter dem Schwerpunktthema 'Auf dem Weg zu einer Kirche der Gerechtigkeit und des Friedens' steht.In der am Dienstag veröffentlichten Erklärung heißt es unter anderem: 'Wir sehen mit großer Sorge, dass die Erinnerung an die gewaltfreie, Friedliche Revolution 1989 von rechten Kreisen verfälscht und zu eigenen Zwecken missbraucht wird.' Man wehre sich dagegen, die Sprüche der Friedlichen Revolution für Parolen der Ausgrenzung und Untergrabung der Demokratie zu missbrauchen. Zugleich werde mit Sorge betrachtet, dass es nach Jahren der Abrüstung in Mitteleuropa zu einer neuen Aufrüstung komme. An die EKD-Synode wird unter anderem appelliert, 'sich weiter unbeirrt für den Vorrang des Zivilen und für einen gerechten Frieden einzusetzen'. (epd)
Der Text im Wortlaut: Wittenberger Erklärung ehemaliger Bausoldaten

Autor:

Willi Wild aus Weimar

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