Staffellauf gegen Rüstungsexporte
Ökumene: Dem Frieden Beine machen

Bilder von Krieg und Gewalt erreichen uns täglich. Nicht selten stellt sich das Gefühl ein: Wo auch immer wir hinschauen, scheint Leben in Gefahr zu sein – im Großen wie im Kleinen.
Von Eva Hadem

In dieser Sorge um die Welt und ihre Menschen hat sich der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) auf seiner letzten Vollversammlung in Busan 2013 einem neuen Projekt für Frieden und Gerechtigkeit zugewandt. Der ÖRK hat alle Menschen guten Willens aufgerufen, sich einem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens anzuschließen.
In erster Linie sind die Mitgliedskirchen, zu der auch die EKM gehört, aufgerufen, sich auf die Suche zu begeben, das gemeinschaftliche Engagement für Frieden und Gerechtigkeit zu leben und eine Welt zu heilen, in der Konflikte, Ungerechtigkeit und Schmerz herrschen. Das, so hält der ÖRK in seiner Einladung zum Pilgerweg fest, ist der genuine Auftrag von Kirche. Jede Gruppe oder Gemeinde, jeder Kirchenkreis, jede Landeskirche kann dabei Etappen in diesem großen Pilgerweg entwickeln.
In der EKM haben wir uns 2016 mit unseren Partnerkirchen aus England, Finnland, Schweden, Tansania und den USA auf einen Pilgerweg rund um Magdeburg begeben, um uns gemeinsam mit unseren Kriegs- und Friedensgeschichten auseinanderzusetzen. Unterwegs zu sein und voneinander zu lernen, hat das Verständnis gefördert und neue Horizonte eröffnet. Im vergangenen Jahr luden unsere schwedischen Partner zu einer Etappe zum Thema »Flucht und Migration« ein.
Aktuell beschäftigen sich einige Landeskirchen in der EKD mit der Frage, wie sie als Kirchen des gerechten Friedens erkennbar sein wollen. Auch die Landessynode der EKM hat sich auf den Weg zu einem solchen Prozess gemacht. In den Grundsätzen der EKM-Verfassung ist in Artikel 2,6 festgehalten, dass wir uns als Kirche verstehen, die für ein Leben in Gerechtigkeit und Frieden eintritt. Aber was heißt das genau? Eine Arbeitsgruppe der Synode ist beauftragt, einen Konzeptentwurf vorzulegen.
Wer sich praktisch für den Frieden auf den Weg machen will, kann sich dem Staffellauf »Frieden geht!« gegen Rüstungsexporte anschließen. Er führt vom 28. Mai bis 1. Juni von Spichra und Eisenach bis Wittenberg und Zahna durch die EKM und die Landeskirche Anhalts. Viele Gemeinden und Initiativen entlang der Strecke über Gotha, Erfurt, Weimar, Jena, Halle, Köthen, Coswig und Dessau werden die Türen für die Läufer öffnen, die Läuferinnen mit Musik und Grußworten empfangen, Friedensglocken läuten, ein Friedensmahl unter freiem Himmel feiern und mit dem Filmemacher Andrew Feinstein und seinem Film zu Rüstungsexporten ins Gespräch kommen. Noch werden Läuferinnen und Läufer für die einzelnen Etappen gesucht, damit die Friedensbotschaft im Staffelstab auch in Berlin ankommt. 

Pfarrerin Eva Hadem ist Friedensbeauftragte der EKM und leitet das Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum in Magdeburg.

www.frieden-geht.de

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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