Menschen und Gemäuer

Tourismusbörse: Land wirbt mit Kirchenhistorie

Von Uwe Kraus

Teufelchen verteilen Flyer für »Faust auf dem Brocken«, eine Lokomotive pfeift den Sound der Harzer Schmalspurbahnen, und Doreen Post von der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH wirbt für Quedlinburgs Dreier 2019, der eigentlich ein Vierer ist. Neben 1 100 Jahre Königskrönung von Heinrich I., 25 Jahre Unesco-Weltkulturerbe und 30 Jahre Wende lädt die Stadt zum Sachsen-Anhalt-Tag ein. Doreen Post sieht die Fachtagung über Heinrich I. Ende März als Vorreiter der Feierlichkeiten 2019. »Welche Stadt kann zu diesem Thema gleichzeitig so viele lebendige Orte bieten wie wir? Münzenberg, Wipertikirche, St. Servatius und in Gernrode St. Cyriakus sind ja funktionsfähig und nicht vorrangig nur Museum«, sagt sie.
Auch Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) erkennt die Bedeutung spiritueller Reisen. Luther sei nach dem Reformationsjahr nicht abgehakt. Die Lutherstätten, in die etliche Millionen Euro geflossen seien, stehen ja weiter und laden die Besucher ein.
Bettina Quäschning, Geschäftsführerin der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt, verweist auf das 25. Jubiläum der »Straße der Romanik«. An 88 Originalschauplätzen in 73 Orten können die Besucher den Spuren der Geschichte folgen. Allein für vier Klöster kündigt Quäschning neue Sonderausstellungen an.
Im Mittelpunkt steht ab 7. Mai die Ausstellung »Wissen&Macht – der heilige Benedikt und die Ottonen« im Kloster Memleben. Zehn Korrespondenzstandorte an Saale und Unstrut, viele davon versteckte Kleinode, sowie die lebendigen Klöster Helfta und Huysburg legen ein beredtes Zeugnis der Geschichte ab und symbolisieren eine besondere Kulturlandschaft. »Wir zeigen erstmals Exponate aus den Schatzkammern des Bistums Magdeburg, die noch nie gezeigt wurden«, freut sich die Memlebener Museumsleiterin Andrea Knopik.
»Thietmars Welt« wird in Merseburg zu sehen sein. Die kulturhistorische Sonderausstellung im Merseburger Dom widmet sich dem Mann, der vor 1.000 Jahren starb und der als Vater der mitteldeutschen Geschichtsschreibung gilt.

Autor:

EKM Nord aus Magdeburg

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