Berichtet
Banner erneut beschädigt

Otto baut hier eine Synagoge", steht auf einem Banner in Magdeburg. Platziert ist es auf dem Gelände, auf dem die neue Synagoge entstehen soll. In der vergangenen Woche wurde es gleich zwei Mal durch kleine Einschnitte beschädigt: am 30. März und am 15. April. "Das stellten dort regelmäßig kon-trollierende Polizeibeamte fest und informierten unseren Verein", sagt Waltraut Zachhuber, Vorstandsvorsitzende des Fördervereins "Neue Synagoge Magdeburg". Der Förderverein nehme jede noch so unauffällige Beschädigung des Banners sehr ernst, lasse dies doch Täter vermuten, die antisemitischen Gedanken zuneigen und damit auch eine Bedrohung für die zukünftige Synagoge sein können.
Die Synagoge soll bis 2023 errichtet werden. Dort sollen jüdische Mitbürger sicher und selbstverständlich zusammenkommen und ihre Religion leben können. Zudem soll sie ein offener und wichtiger Ort für jüdisch-nichtjüdische Begegnungen sein. "Nach über 1000 Jahren jüdischen Lebens in Magdeburg müsste es eine Selbstverständlichkeit sein, dass dies praktiziert wird. Und nach dem Angriff auf die Synagoge in Halle sollte es ganz klar sein, dass jegliche Beeinträchtigung der Sicherheit einer Synagoge nicht geduldet werden darf", betont Waltraut Zachhuber. Deshalb werde der Bauplatz bereits mit Videotechnik überwacht und regelmäßig von der Polizei beobachtet. "Das ist traurig, aber nötig, wie jetzt wieder deutlich wurde."
Das Banner „Otto baut hier eine Synagoge“ wurde im Dezember 2019 vom Förderverein mit Unterstützung der Landeshauptstadt aufgestellt. Das Vorgängerbanner „Otto braucht eine neue Synagoge“ sei dreimal zerschnitten und vom Verein ersetzt worden.
Der Förderverein, der sich seit Jahren für eine neue Synagoge einsetzt, lädt alle Magdeburger ein, den Aufbau einer neuen Synagoge für die Stadt an der Elbe noch intensiver als bisher zu unterstützen. "Was wir und was unsere jüdischen Magdeburgerinnen und Magdeburger immer wieder brauchen, ist ein deutliches Zeichen der Solidarität und Zusammengehörigkeit!", sagt Waltraut Zachhuber. Wer noch mehr für die Synagoge tun will, kann für den Synagogenbau spenden – Förderverein und Synagogengemeinde zu Magdeburg sammeln, um den Eigenanteil an den Baukosten zu finanzieren.(red) Berichtet

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Online-Redaktion aus Weimar

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