Förderung
Vertrag über weitere Finanzierung von Berend Lehmann Museum
- hochgeladen von Uwe Kraus
Staatsminister und Minister für Kultur Rainer Robra hat nach Informationen der Staatskanzlei Sachsen-Anhalts einen Vertrag zur künftigen Finanzierung des Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur in Halberstadt unterzeichnet. Die Rahmenvereinbarung zwischen dem Land Sachsen-Anhalt, der Stadt Halberstadt und dem Museumsträger, der Stiftung Moses Mendelsohn Akademie (MMA) regelt unter anderem dauerhaft die Finanzierungsanteile der beteiligten Partner. Danach stellt das Land – wie bisher – auch künftig 60 Prozent der Mittel bereit, jeweils 20 Prozent kommen von der Kommune und der MMA. In den kommenden fünf Jahren stellt das Land dem Museum Mittel in Höhe von insgesamt rund 808.000 Euro zur Verfügung, hieß es bei einem Treffen in der Harzkreisstadt.
Kulturminister Rainer Robra (CDU) unterstreicht die hohe Bedeutung der langfristig angelegten Vereinbarung: „Dem Land Sachsen-Anhalt ist es ein zentrales Anliegen, jüdisches Leben zu schützen, zu fördern und gegen jede Form von Antisemitismus einzutreten. Die Vertragsunterzeichnung heute ist ein Beispiel für dieses Engagement. Wir sichern gemeinsam mit der Stadt Halberstadt und der Moses Mendelssohn Akademie dauerhaft die finanzielle Grundlage für das Museum. So ermöglichen wir die Fortsetzung und Weiterentwicklung der wichtigen Arbeit dieses Hauses.“
Der Halberstädter Oberbürgermeister Daniel Szarata (CDU) betont: „Die Stadt Halberstadt und das Land Sachsen-Anhalt wissen um die Bedeutung des jüdischen Lebens und seiner Geschichte. Gemeinsam tragen wir Verantwortung für diesen reichhaltigen Schatz und dessen zukünftige Gestaltung. Ich bin daher sehr dankbar, dass wir zusammen mit der Stiftung Moses Mendelssohn Akademie die Förderung des Berend Lehmann Museums für jüdische Geschichte und Kultur fortsetzen und für die nächsten Jahre sichern können. Halberstadt ist und bleibt für die jüdische Gemeinschaft ein Mittelpunkt des Lernens und des Lebens. Wir sind dankbar für die Arbeit der Akademie und des Museums und schätzen die weltweite Anziehungskraft dieser Einrichtung."
Jutta Dick, Vorständin der Stiftung Moses Mendelsohn Akademie, hält fest: „Dass nun nach vier Jahren ein weiterer Vertrag zwischen dem Land Sachsen-Anhalt, der Stiftung Moses Mendelssohn Akademie und der Stadt Halberstadt zur Förderung des Berend Lehmann Museums abgeschlossen wird, zeugt für uns von der Wertschätzung, die der Arbeit des Hauses entgegen gebracht wird. Darüber hinaus sind wir dankbar, dass mit der Förderung für das noch recht neue Team des Museums Raum geschaffen wird, das Bestehende weiter zu entwickeln und eigene Konzepte zu realisieren.“
Manfred Wolff aus Berlin, der Stifter der Moses Mendelssohn Akademie, hat sich verpflichtet, deren Eigenanteil für den Vertragszeitraum zu tragen. Manfred Wolff leistet diesen Beitrag in Erinnerung an die Halberstädter jüdische Familie Nussbaum, der er verbunden ist.
Die Moses Mendelssohn Akademie bringt einer breiten interessierten Öffentlichkeit Kenntnisse über Grundlagen des Judentums und jüdische Geschichte und Kultur näher. Sie pflegt Kontakte zu Nachfahren Halberstädter Jüdinnen und Juden weltweit und trägt dazu bei, jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt sichtbar zu machen. Das von der Moses Mendelsohn Akademie 2001 gegründete Berend Lehmann Museum ist lebendiger Lern- und Erinnerungsort für jüdisches Leben im Land. Es vermittelt jüdische Geschichte, Traditionen und Werte an Menschen aller Generationen – von Schülerinnen und Schülern bis zu internationalen Gästen. Weiterhin engagiert sich das Museum in der Provenienzforschung zu jüdischen Objekten.
Weitere Informationen: www.berendlehmannmuseum.de
Autor:Uwe Kraus |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.