Rühme dich, dass du Gott kennst 

»Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums.«
Jeremia 9, Vers 22

Von Christine Reizig, Landespfarrerin für Gemeindeaufbau in Dessau-Roßlau

»Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß.« Er war sich seiner Sache sehr sicher und tanzte voller Freude schon um das Feuer. Dabei bemerkte er nicht, dass er belauscht wurde. Der Lauscher an der Wand hat der Königin den Namen verraten. Jetzt kannte sie ihn, hatte damit Macht über Rumpelstilzchen und konnte ihr Kind retten.
»Wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er klug sei und mich kenne, dass ich der HERR bin«, sagt Gott. Gott kennen, von ihm wissen, ist kein Geheimnis, das im Verborgenen bleiben muss. Im Gegenteil. Damit darf ich mich sogar rühmen, soll ich mich rühmen. Dieses Wissen muss an die Öffentlichkeit. Rühme dich dessen, dass du den Gott kennst, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden. Damit gefällst du ihm.
Zuvor warnt der Prophet Jeremia davor, sich selbst zu rühmen, das heißt zu betonen, worin die eigenen Fähigkeiten und Vorteile liegen. Weisheit, Stärke, Reichtum, Schönheit, Cleverness usw. Seine Zeitgenossen verweisen darauf als Antwort auf seine Unheilsandrohungen. Sie irren sich aber, wenn sie sich darauf verlassen oder es gar als Beweis für das göttliche Wohlwollen ansehen.
Ich kann es auf dieser Erde zu Reichtum, Weisheit und Stärke bringen. Das ist zunächst weder falsch noch ehrenrührig. Wie ich damit umgehe, ist die Frage. Nehme ich es als Gottes Geschenk, freue mich darüber, bin dankbar und setze die Gaben zu Gottes Ehre ein und zum Wohl der Menschen und seiner Schöpfung? Oder ist mein Hauptanliegen, darauf zu achten, dass ich vor den Menschen gut dastehe?
»Schaut mal, das bin ich: weise, stark, reich!« Das ist sehr kurz gedacht. Es kann sehr schnell passieren, dass das, worauf ich mir etwas einbilde, wenig oder nichts mehr wert ist. Die wahre Klugheit besteht darin, Gott zu kennen, ihn beim Namen zu nennen, zu wissen, dass Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit aus seinem Willen kommen. Das gefällt Gott dann. Also schätzen wir ehrlich ein, was unser Verdienst ist und was letztendlich Gottes Gabe ist. Gut ist es, wenn wir Gott kennen.

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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