»Kleine  Frauenkirche« 

Münzmeister Dietrich Lücke (Mitte) und seine Gesellen am Balancier
  • Münzmeister Dietrich Lücke (Mitte) und seine Gesellen am Balancier
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Stolberger Museum prägt Jahresmedaille

Von Steffi Rohland

Die 15. Jahresmedaille des Museums »Alte Münze« in Stolberg ist 2018 der Kirche Schwenda gewidmet. Das architektonisch außergewöhnliche Gotteshaus wurde vor 280 Jahren eingeweiht.
Der Geschichte nach stammt das Geld für den Bau aus der Stiftung von Mathilde Brilliperi. Sie kam mit ihren Eltern aus Venedig nach Schwenda, angelockt von den sagenumwobenen »Stolberger Diamanten«. Kurz vor dem Ziel wurde die Reisegesellschaft vom Blitz getroffen. Nur ein kleines Mädchen überlebte und wurde vom Schwendaer Pfarrer aufgezogen. Nach zwölf Jahren fanden Verwandte das Kind und brachten es zurück nach Italien. Dankbar stiftete Mathilde Brilliperi ein Vermächtnis, mit dem die Kirche nach Plänen von Architekt Johann Friedrich Penther erbaut und 1738 eingeweiht wurde.
Aber nicht nur die »Miniaturausgabe der Frauenkirche in Dresden«, wie sie aufgrund ihrer achteckigen Grundrisses genannt wird, auch der Innenraum ist besonders. Eine zweite Darstellung auf der Medaille ist den Gemälden im Kuppelgewölbe gewidmet. Um das Gottesauge gruppieren sich die Evangelisten und Erzengel. Dazu sind symbolisch die Jahres- und Monatszeichen dargestellt. Der hallesche Künstler Karl Völker (1889–1962) hatte sie vor 80 Jahren geschaffen. 1937 wurde eines seiner Industriebilder als »Entartete Kunst« verfemt. Den Nationalsozialismus übersteht Völker auch durch denkmalpflegerische Aufträge, zum Beispiel in Kirchen Schwenda und Kelbra.
Das Team des Museums »Alte Münze« um Dietrich Lücke widmete sieben der bisher 15 Jahresmedaillen einem kirchlichen Thema. Pfarrer Jörg Thoms und Ortsbürgermeister Bernhard-Henner Sanftleben würden sich freuen, würde die »kleine Frauenkirche« Sankt Cyriaci und Nicolai durch die Silbermedaillen bekannter. Steffi Rohland

Nächste Münzprägung am Balancier am 4. Februar und 1. April

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Online-Redaktion aus Weimar

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