Wort zu Woche
Ein außergewöhnliches Geschenk – nehmen wir es an!

Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.
Epheser 2, Vers 8 a

Von Julia Braband, Theologiestudentin in Jena und Mitglied der EKM-Kirchenleitung

Wir lassen uns doch alle gern beschenken. Und wenn wir nicht beschenkt werden, so schenken wir anderen etwas. Dazu nutzen wir jede Gelegenheit: Geburtstag, Weihnachten, Ostern, Taufe oder das neue Auto. Und dabei haben wir den Anspruch, mindestens soviel zu schenken, wie wir vorher selbst empfangen haben. Möglichst originell und hochwertig sollte es sein, auf jeden Fall nichts Alltägliches –
außer es gab einen bestimmten Wunsch.
Und so nimmt die Kreativität kein Ende. Es gibt nichts, was man nicht schenken kann. Sogar Sterne finden sich heute nicht selten auf den Gabentischen. In vielen Familien und Freundeskreisen gibt es Verabredungen, nichts mehr zu schenken, da man doch schon alles habe. Aber wie oft wird sich eigentlich daran gehalten? Und wenn es nicht gefällt, dann legen wir alles daran, die Haltung zu bewahren und bedanken uns höflich.
Es gibt aber auch Geschenke, mit denen wir nicht rechnen oder die wir uns niemals gewünscht hätten. Geschenke, die nicht gegenständlich sind und dadurch nur schwer annehmbar. Bei denen wir lernen müssen, sie zu schätzen und einen Sinn dahinter zu finden. Gott hat uns ein solch außergewöhnliches Geschenk gemacht. Er hat uns unseren Glauben geschenkt und so unser Leben verändert.
Aber nicht nur unser Glaube ist uns von ihm gegeben. Er hat uns auch das ewige Leben geschenkt. Durch seine Gnade sind wir selig geworden. Und diese Gnade ist in Jesus Christus wahrhaftig.
Durch sein Sterben und seine Auferstehung müssen wir uns nicht mehr beweisen und die größten und teuersten Geschenke kaufen. Wir sind durch ihn von allen Abhängigkeiten befreit.
Es spielt keine Rolle, wie viele Geschenke wir im Leben verschenkt oder erhalten haben. Nur dieses eine Geschenk von Gott sollten wir annehmen. Durch die uns geschenkte Gnade können wir Frieden finden und unsere Selbstgenügsamkeit ablegen.

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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