Corona
Keine Gottesdienste in Halle

In Halle, hier die Pauluskirche, sollen am 15. und 22. März keine Gottesdienste gefeiert werden.
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  • hochgeladen von Katja Schmidtke

Halle (red) - Nachdem in Sachsen-Anhalt  am Dienstag die erste Corona-Infektion bestätigt worden war, veranlasst die Stadt Halle nun drastische Schritte: Bis zum 27. März bleiben alle Schulen, Horte und Kindergärten geschlossen, öffentliche Veranstaltungen sind abgesagt. In Absprache mit der Landeskirche fordert nun der Kirchenkreis Halle-Saalkreis die Gemeinden im Stadtgebiet auf, am 15. und 22. März alle Gottesdienste abzusagen. 

Die Kirchen werden aber zu diesen Zeiten geöffnet und frei zugänglich sein.  Christen können individuell Andacht feiern. Geistliche stehen für seelsorgerliche Gespräche zur Verfügung. „Mit diesem Vorgehen nehmen wir die Situation in der Stadt ernst und lassen doch niemanden allein, der geistlichen Beistand wünscht “, begründet Superintendent Hans-Jürgen Kant die Entscheidung.

In einem Rundschreiben an die Gemeinden teilte Kant weiterhin mit: "Es ist wichtig, dass wir den Menschen nicht das Gefühl geben, jetzt ist jeder für sich allein verantwortlich, sondern: Tragen Sie mit Ihrem Tun und in den Gesprächen dazu bei, dass wir geistlich beieinander bleiben. "

Auch Gemeindeveranstaltungen für Kinder, Konfirmanden, Jugendliche und Senioren sowie Chorproben sollten ausfallen. Die Paulusgemeinde zum Beispiel gab am Abend bekannt, dass Gemeindeleben in den kommenden 15 Tagen auf ein Minimum herunterzufahren. Der Kirchenkreis empfiehlt, Gemeindebüros offen zu halten.  Ebenso ist das Kreiskirchenamt in der Mittelstraße bis auf weiteres uneingeschränkt geöffnet. Der Kreiskirchenrat wird am Montagabend tagen.

Für die im Saalekreis befindlichen Gemeinden des Kirchenkreises ruft der Superintendent zum besonnenen und verantwortungsbewussten Umgang mitder Situation auf. Er rät dazu, auf Gemeinschaftsgesten, wie den Friedensgruß oder das Händeschütteln am Ende des Gottesdienstes, zu  verzichten. Die Feier des Abendmahls soll vorübergehend mit Einzelkelchen
gefeiert werden. Wo dies nicht möglich ist, empfiehlt Kant
lediglich Brot an auszuteilen: „Theologisch dürfen wir
darauf vertrauen, dass wir auch im Brot allein die ganze Fülle des Heils
empfangen.“

Autor:

Katja Schmidtke aus Halle-Saalkreis

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