Nach alten Rezepten und Verfahren 

Vorsicht, scharfe Zähne: Geschick und Phantasie sind bei der Arbeit von Dachklempnermeister Norbert Augner gefragt.
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Kunst am Bau: Maurer Dirk Rothe und Dachdecker Norbert Augner pflegen Traditionen

Bei der Restaurierung sakraler Bauwerke sind unsere Gewerke einfach untrennbar miteinander verbunden«, sagen Norbert Augner, der Dachdecker, und Dirk Rothe, der Maurer.
Dirk Rothe zog es schon immer zum Handwerk. Er wurde schließlich Maurer- und Betonbauermeister. Seine zweite Leidenschaft sind die Baudenkmäler und hier speziell die Sakralbauten. »Kirchen haben mir schon immer unwahrscheinlich zugesagt. Meine Eltern haben mich da regelmäßig nicht rausbekommen«, erinnert er sich. So war der Abschluss als Restaurator im Maurerhandwerk nur konsequent. Die dritte Leidenschaft von Dirk Rothe ist das selbstbestimmte Arbeiten. Er gründete die Bauhütte Quedlinburg GmbH in Rieder. »Wichtig für uns und vor allem für unsere Auftraggeber ist, dass wir unverfälscht handwerklich arbeiten. Wir legen allergrößten Wert auf Herstellung und Verwendung unserer eigenen Materialen. Wir arbeiten fast ausschließlich mit historisch überlieferten Rezepturen. Wir sind Vorreiter in Sachen Mörtel, das Fachpublikum blickt aufmerksam auf uns«, sagt Rothe. Auch wenn es um die Neuanfertigung von Kreuzrippengewölben und anderem Ziermauerwerk geht, macht der Bauhütte Quedlinburg so schnell keiner etwas vor. »Inzwischen sind meine Werkzeuge als Geschäftsführer allerdings Kuli und Computer«, hört man ein Bedauern, dass die Arbeit am Bauwerk zu kurz kommt.
Dirk Rothe sieht sein Unternehmen in der Tradition der mittelalterlichen Bauhütten, jenen Werkstattverbänden unterschiedlicher Gewerke. Und so verwundert es nicht, dass er sich Dachdeckermeister Norbert Augner mit der Dachbaukunst Quedlinburg aufs Gelände holte. Ihr Spezialgebiet ist die traditionelle Dachklempnerei. Gesimsverblechungen, Bekrönungen und Schmuckelemente werden nach altem Vorbild und mit Augenmaß aufgearbeitet oder neu hergestellt. »Wir erwecken historische Dächer mit großer Sorgfalt zu neuem Leben«, sagt Augner und schwärmt von seinem Lieblingsmaterial Metall. Kirchen machen etwa ein Viertel seiner Aufträge aus. Er pflegt eine gute Beziehung zu vielen Pfarrern. Ein gläubiger Christ ist Norbert Augner indes nicht. Einen direkten Bezug zu Luther hat er nicht. Bei Dirk Rothe sieht es ähnlich aus. Wobei seine Beziehung zu Sakralbauten schon etwas Spirituelles hat. »Ich fühle eine gewisse Ruhe in Kirchen«, sagt er. Und: »Egal, wo ich hinkomme. Ich laufe erstmal drum herum und muss alles anfassen.«(Handwerkskammer Magdeburg/G+H)

Vorsicht, scharfe Zähne: Geschick und Phantasie sind bei der Arbeit von Dachklempnermeister Norbert Augner gefragt.
Wertarbeit: Dirk Rothe weiß, welche Qualität Ziegel haben müssen.
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Online-Redaktion aus Weimar

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