Deutscher Musikrat
Positionspapier: Kirchenmusik weiter sichern
- hochgeladen von Johannes Haak
Pressemitteilung Kulturgut unter Druck:
Der Deutsche Musikrat fordert eine gemeinsame Strategie zur Sicherung der Kirchenmusik
Die Kirchenmusik ist eine wichtige Ressource für das kulturelle Leben unseres Landes
– als Impulsgeberin für professionelle künstlerische Entwicklungen, aber auch als
Fundament der Amateurmusik. Besonders im ländlichen Raum stellt sie oft den zentralen Ort kultureller Begegnung dar. Sie wirkt tief in die Gesellschaft hinein, bewahrt
wertvolles Kulturgut und vermittelt Glauben. Doch diese Strukturen sind durch Fachkräftemangel und die fehlende Unterstützung kirchenmusikalischer Verbände gefährdet. In einem heute veröffentlichten Positionspapier „Zukunft der Kirchenmusik si-
chern“ fordert der Deutsche Musikrat daher ein rasches, gemeinsames Handeln.
Prof. Lydia Grün, Präsidentin des Deutschen Musikrats, betont: „Wir brauchen jetzt
ein gebündeltes Engagement der Verantwortlichen in Kirchen und Gesellschaft, um die Kirchenmusik zukunftsfähig zu machen. Der Deutsche Musikrat bietet hierzu seine
Mithilfe an. Musikalische Bildung muss als Kernbestandteil kirchlichen und kirchenmu-
sikalischen Handelns anerkannt und intensiv gefördert werden. Zugleich müssen wir
die Amateurmusik, die Ausbildung und kirchenmusikalischen Verbände unterstützen
und uns für den Erhalt und Ausbau der haupt- und nebenberuflichen Stellen von Kir-
chenmusiker:innen einsetzen. Nur so können wir die notwendigen Rahmenbedingun-
gen für eine lebendige Musizierpraxis der Kirchenmusik für die Gesellschaft erhalten.“
Mit seinem Bundesfachausschuss „Musik in Religionen und Kirchen“ sensibilisiert der
Deutsche Musikrat für die Wirkungskraft von Musik in sakralen Kontexten und fördert
den interreligiösen Dialog. 2022 setzte er mit dem Kongress „Kirchenmusik als
Chance für Gesellschaft, Kultur und Kirche“ in Zusammenarbeit mit der Deutschen
Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland wichtige Impulse.
Berlin, 21. Januar 2026
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