Ein ganzes Dorf weint
Gemeinsames Gedenken an schweres Schulbusunglück

Am Unfallort entstand eine Gedenkstätte. Kerzen und Blumen wurden dort niedergelegt.
  • Am Unfallort entstand eine Gedenkstätte. Kerzen und Blumen wurden dort niedergelegt.
  • Foto: Paul-Philipp Braun
  • hochgeladen von Paul Philipp Braun

Bischofroda (ppb) - Mit einer Klage-Andacht ist am Freitagabend dem Schulbusunfall in Berka vor dem Hainich (Kirchenkreis Eisenach-Gerstungen) gedacht worden. Mehrere Hundert Menschen waren in die Kirche des Nachbarortes Bischofroda gekommen, um sich dort mit Ortspfarrerin Christine-Dorothea Voigt, Superintendenten Ralf-Peter Fuchs und Landesbischof Friedrich Kramer der beiden bei dem Unfall verstorbenen Kindern zu erinnern. "Ein ganzes Dorf weint", sagte der Eisenacher Superintendent. Die Andacht in der übervollen Kirche wurde mit Gebeten, Trauergesängen und dem Entzünden von Kerzen ausgestaltet.
Auch der amtierende Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow und Innenminister Georg Maier (beide Linke) sowie Vertretende von Polizei und Rettungskräften nahmen an der Andacht einen Tag nach dem schweren Busunglück teil. Bereits am Nachmittag nach dem Unfall hatte sich Landesbischof Kramer zu Wort gemeldet. "Es gibt nichts Schlimmeres, als ein Kind zu verlieren. Wir sind in Gedanken und mit unseren Gebeten bei den Familien", so Kramer in einer Medieninformation. Auch Regionalbischof Christian Stawenow drückte seine tiefe Erschütterung aus. Zugleich bedankte der Regionalbischof sich für die wichtige Arbeit der Notfallseelsorger. Diese waren unmittelbar nach dem Unglück in das Dorf Berka vor dem Hainich gekommen und betreuten die Betroffenen.
Am Morgen des 23. Januar war es kurz vor dem Ortseingang des Dorfes zu einem schweren Unfall gekommen. Dabei war ein Schulbus auf eisglatter Fahrbahn von der Straße abgekommen und einen Abhang hinuntergerutscht. Bei dem Unglück starben zwei Schulkinder, 21 Weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Auch der Busfahrer erlitt Verletzungen. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz, darunter auch Kriseninterventionsteams und Notfallseelsorger.
Am Unfallort entstand eine Gedenkstätte, an der Menschen Kerzen und Blumen niederlegen.

Anm.d.Red.:
Auch die Redaktion der Kirchenzeitung schließt die Verunfallten und deren Familien ebenso wie alle Rettungs-, Seelsorge- und Polizeikräfte in ihre Gedanken und Gebete ein.

Autor:

Paul Philipp Braun aus Erfurt

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