»Sie dürfen beten«

Treffpunkt in Klötze für Christen und Nichtchristen

Von Renate Wähnelt

Jagdhornbläser-Klang ertönt ebenso aus der Evangelischen Familienbildungsstätte (EFA) wie Gitarrenmusik, Kinderlärm oder Gemeindegesang. Das ehemalige Kantorat in Klötze hatte als Schule gedient, nunmehr ist das Haus mit großem Garten gleich neben der Kirche ein Treffpunkt für viele mit und ohne Bindung an die Kirche.
Wobei Angebote der Gemeinde Vorrang haben. »Wenn hier Kinderkirche ist, können keine anderen herumtoben«, sagt Simone Behr und weist auf den hellen Raum, in dessen Regalen diverse Spiele signalisieren: Hier erfahren Kinder nicht nur etwas über Jesus und christliche Werte während der Kinderkirche – so heißt die Christenlehre. Hier wird auch gespielt und gelärmt. »Auch dabei vermitteln wir natürlich christliche Werte, das achtsame Umgehen miteinander zum Beispiel«, unterstreicht Simone Behr.
Mit der Leiterin Thekla Putzke, Antje Kampe, Petra Kampe und Heidrun Ahrens ist sie in der EFA angestellt. »Aber ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer geht gar nichts«, unterstreicht sie und nennt das Rasenmähen, in den Räumen mit auf- und umräumen für die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppen oder die Kleiderbörse. Bis zu 20 Helfer räumen und sortieren dann.
Die EFA bietet Schwangerengymnastik und Babymassage, Seniorenturnen und Gitarrenkurs, Raum für Selbsthilfegruppen und Vorträge. Schulklassen kommen zum Brotbacken. Die Vielfalt des Angebots lockt viele und spiegelt die Vielfalt der Finanzierung: Kirchengemeinde und Kirchenkreis Salzwedel, Stadt Klötze und Landkreis sorgen neben den Teilnehmern mit ihren Kursgebühren oder Raummieten dafür, dass es in Klötze dieses offene Haus gibt, in dem das fröhliche Miteinander ganz unaufdringlich die gute Botschaft des Evangeliums vermittelt. »Es gibt immer mal jemanden, der etwas ängstlich fragt, ob er hier beten muss. Schließlich veröffentlicht der Gemeindeverband in unserem Programmheft auch seine Termine. Doch dem sagen wir einfach: Müssen nicht, aber Sie dürfen«, schmunzelt Simone Behr. Ein frohes Stoßgebet kommt vielleicht am 23. September so manchem Besucher der Kleiderbörse über die Lippen, wenn er ein besonders schönes Stück findet.

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Online-Redaktion aus Weimar

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