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Der anhaltische Landeskirchenmusikdirektor Matthias Pfund sprach sich vor der in Dessau tagenden Synode für häufigere Regionalgottesdienste in seiner Landeskirche aus. Bei dem in Anhalt herrschenden Mangel an Kirchenmusikern könne so eher eine höhere Qualität der gespielten Musik gewährleistet werden. Pfund würdigte den Einsatz ehrenamtlicher Kirchenmusiker, deren Möglichkeiten jedoch nicht mit denen professioneller Kirchenmusikerverglichen werden dürften. Zudem sagte Pfund in seinem Impulsvortrag zur Rolle der Kirchenmusik im Gottesdienst: »Sie hat die Aufgabe, die liturgischen Elemente zu verbinden.« Sie sei niemals Selbstzweck und dürfe auch nicht allein am Kriterium vermeintlicher Schönheit gemessen
werden.

Die Landespfarrerin für Gemeindeaufbau und Synodale Christine Reizig plädierte angesichts des Mangels an Kirchenmusikern für den Einsatz von CDs mit Orgel- und Bläsermusik in den Gottesdiensten. »Das geistliche Liedgut ist ein sehr hohes Gut und es ist wichtig für die Beteiligung der Gemeinde an den Gottesdiensten«, so Reizig. »Ich fände es schade, wenn wir nur reine Wortgottesdienste feiern würden.«

Die Dessauer Kreisoberpfarrerin Annegret Friedrich-Berenbruch, die ihre Landeskirche in der EKD-Synode vertritt, kritisierte, dass bei der Tagung vom 12. bis 15. No-
vember in Bonn der Einsatz der vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden bei den Kirchentagen auf dem Weg zu wenig gewürdigt worden sei. Mit Blick auf das am 22. November von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland veröffentlichte »Bußwort« für »Irrwege, Unrecht, Verrat und Versagen der Kirchen und ihrer Verantwortungsträger in der Zeit zwischen 1945 und 1989« bat sie die Synode um Bearbeitung dieses Themas auch in Anhalt.

Der Vorsitzende des Finanzausschusses der Landessynode Anhalts, Ullrich Hahn, mahnte eine Erhöhung der Rücklagen an. Die Landeskirche werde in den kommenden Jahren höhere Versorgungslasten zu tragen haben. Dadurch würden die finanziellen Spielräume geringer. »Wir müssen weiter sparsam sein und auch den landeskirchlichen Stellenplan einhalten«, sagte er.

Der Synodale Christian Preissner regte an, die im Oktober neu gewählten Kirchenältesten in Anhalt zu Fragen des Kirchenasyls zu schulen. Sie müssten schon vor dem Auftreten eines solchen Falles darüber informiert sein, was auf eine Kirchengemeinde zukommen kann, so der Jurist. (G+H)

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Online-Redaktion aus Weimar

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