Abschied mit Engel

Blick auf das Portal des Stiftungsgeländes
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Aussegnungsritual in der Schloss Hoym Stiftung

Von Angela Stoye

In der Schloss Hoym Stiftung gab es im vorigen Jahr einen Prozess zur Entwicklung eines Aussegnungsrituals. »Im Rahmen der Fort- und Weiterbildung für unsere Mitarbeiter hatten wir eine Reihe mit Landesdiakoniepfarrer Peter Nietzer, in der es um Abschied, Sterben und Tod ging«, sagt der Pädagogische Leiter der Einrichtung, Dr. Thomas Schilling. »Die Mitarbeitenden haben dabei eine Handreichung entwickelt.« Sie enthalte Textbausteine zur Auswahl, zum Beispiel für persönliche Erinnerungen oder Verse aus Psalm 23. Es sei eine Art »Fahrplan« entstanden, dessen Bestandteile man nutzen könne, aber nicht muss, um einen Menschen aus seinem direkten Lebensumfeld zu verabschieden. Zudem gibt es einen Kasten, der Gegenstände enthält, die in das Ritual eingebunden werden können, etwa eine Kerze oder einen Segensengel. Mehrere Male wurde es inzwischen schon angewandt. »Pfarrer Nietzer hat die Reihe angestoßen«, berichtet Thomas Schilling. »Sechs Mitarbeitende arbeiten zusammen mit der Ballenstedter Klinikseelsorgerin Renate Rath daran weiter.«
In der Schloss Hoym Stiftung leben und arbeiten, wie in anderen diakonischen Einrichtungen auch, Menschen, die christlich oder nicht christlich sozialisiert sind. Und deshalb sei das Ritual so gestaltet, dass es auch dem christlichen Glauben fernstehende Menschen mitvollziehen könnten. »Das Thema Abschied wird immer stärker in einer älter werdenden Bewohnerschaft«, so Thomas Schilling. Das Durchschnittsalter der rund 400 Bewohner der Schloss Hoym Stiftung, die von 290 Mitarbeitenden betreut werden, liegt bei 53 Jahren – und damit recht hoch. Bisher sei ein verstorbener Bewohner mit einer kurzen Besinnung – mit einem Foto, mit oder ohne aufgestelltes Kreuz – und einem Abschiedsbrief aus dem Wohnbereich verabschiedet worden. Das sei zum Teil sehr unterschiedlich gestaltet gewesen, so Schilling. Zeitversetzt gibt es zum Gedenken an den Verstorbenen eine Trauerandacht in der Kapelle, die ein Pfarrer, Mitarbeiter oder auch ein Redner hält. Durch das neue Ritual seien auch die Mitarbeitenden sicherer und klarer in der Gestaltung des Abschieds geworden.

Mehr zu Geschichte und Gegenwart der Stiftung im Internet unter
www.schloss-hoym.org

Autor:

Online-Redaktion aus Weimar

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