Nach Anschlag
Mahnwache auch in Magdeburg

Magdeburg (red) – Vor dem Gemeindehaus der Synagogengemeinde zu Magdeburg in der Gröperstraße 1a ist am 11. Oktober um 17.30 Uhr eine Mahnwache geplant. Zur Teilnahme rief das Magdeburger „Bündnis gegen Rechts“ am 10. Oktober alle Elbestädter auf. „Wir wollen unseren jüdischen Freunden nahe sein, wenn sie ihren Gottesdienst begehen, und ihnen zeigen, dass sie Freunde und Nachbarn haben, denen sie wichtig sind“, heißt es. „Hat sich doch der schreckliche antisemitische Anschlag in Halle ausgerechnet zum Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, ereignet in einer Zeit, in die wichtige und gut besuchte Gottesdienste fallen.“
Die Initiatoren äußerten ihr Mitgefühl für die Jüdische Gemeinde in Halle. Auch den beiden gestern ermordeten Menschen und ihren Angehören gelte besondere Anteilnahme. „Was sonst an Hass und Gewaltphantasien im Netz und durch gewissenlose Politiker verbreitet wird, wurde hier zur Tat“, so das Bündnis. „Das zeigt, dass schon jedem antisemitischen Denken und Reden noch viel klarer und eindeutiger entgegen getreten werden muss.“
Zudem mahnte das Bündnis stärkeren Schutz für Synagogen im Land an. In großen Städten wie Berlin, Frankfurt oder München würden schon lange Synagogen und Gemeindehäuser bewacht.
Im 1997 gegründeten Magdeburger „Bündnis gegen Rechts“ engagieren sich demokratische Institutionen, Organisationen und Einzelpersonen für eine offene und liberale Gesellschaft. Die geschieht unter anderem durch Informationen, Bildung und friedlichen Protest.

Autor:

Angela Stoye aus Magdeburg

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