Gemeinde in Halle erhält rechtsextremes Schreiben
Hassbrief an Synagoge

Berichtet Erneuter Schock in Halle: Die reform-jüdische Synagogengemeinde in Halle erhielt in der vergangenen Woche einen Brief mit rechtsextremem, antisemistischem, beleidigendem Inhalt, auf dem zudem ein Hitlerporträt prangt. Außerdem habe der Brief ein undefiniertes weißes Pulver enthalten. "Als ich das gesehen habe, ist mir gleich ganz anders geworden", sagte Karl Sommer, Vorsitzender der reform-jüdischen Synagogengemeinde, wie die Mitteldeutsche Zeitung in Halle mitteilt. Sommer habe Brief und Pulver dann nur noch mit Handschuhen angefasst und sofort die Polizei alarmiert.
Nach diesem Hassbrief an die Synagogengemeinde habe die Polizei Ermittlungen wegen Volksverhetzung aufgenommen. "Die Synagogengemeinde hat am Donnerstagnachmittag Strafanzeige gestellt", so ein Polizeisprecher.
Wer der Verfasser des Briefes ist, sei bisher nicht bekannt, wie die Polizei weiter mitteilte. Das Schreiben sei sichergestellt worden. Die Ermittlungen werden den Angaben zufolge im polizeilichen Staatsschutz der Polizeiinspektion Halle geführt. Zudem seien in dem Zusammenhang die bereits bestehenden Maßnahmen zum Schutz der Synagogengemeinde erweitert worden. Die reform-jüdische Synagogengemeinde in Halle hat keine richtige Synagoge. Die Gottesdienste finden seit Jahren in dem Haus statt, in dem ihr Vorsitzender wohnt. Gegenwärtig werden jedoch aufgrund der Corona-Situation dort keine Gottesdienste gefeiert. Die Gläubigen beten derzeit ausschließlich zu Hause. Die jüdischen Mitbürger in Halle fühlen sich nicht mehr sicher.
In Halle gibt es zwei jüdische Gemeinden. Die reform-jüdische Synagogengemeinde zu Halle gehört nicht zum Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt. Die dem Landesverband angehörende Gemeinde, die Jüdische Gemeinde in Halle, wurde am 9. Oktober 2019 zum Ziel eines antisemitischen Anschlags mit zwei Toten, der weltweit für Entsetzen sorgte. Der Attentäter hatte versucht, schwer bewaffnet in die Synagoge in der Humboldtstraße einzudringen, wo sich am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur 52 Gläubige aufhielten. (epd/red)

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Online-Redaktion aus Weimar

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