Pilotstudie über Stimmbelastungen

Halle (G+H) – An der Martin-Luther-Universität Halle ist deutschlandweit erstmals eine Pilotstudie zum tatsächlichen Ausmaß von Stimmbelastungen bei Kirchenmusikern und Kirchenmusikerinnen durchgeführt worden. Der Einsatz der Sing- und der Sprechstimme wurde dabei im Rahmen einer Masterarbeit verglichen. Die Recherche zeigte bei der Singstimme, dass 59 Prozent der Befragten keine Einschränkung feststellten, gefolgt von einer geringen (33,1 Prozent), mittelgradigen (7,1 Prozent) und einer hochgradigen (0,8 Prozent) Beeinträchtigung.
Bei der Sprechstimme war eine höhere Belastung zu verzeichnen: mittelgradig (54,5 Prozent), geringfügig (32 Prozent) und hochgradig (13,5 Prozent). Das deckt sich mit der Feststellung, dass sich die Kirchenmusiker hinsichtlich der Singstimme »suffizient« (ausreichend) ausgebildet fühlen, hinsichtlich der Sprechstimme jedoch nicht.
Nur an zwei von 26 Ausbildungsstätten wird ein phoniatrisches Gutachten als Zulassungsvoraussetzung verlangt, so an der Kirchenmusikhochschule in Halle.

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Online-Redaktion aus Weimar

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