Digitale Schätze
Stiftskirche St. Servatii wird virtuell barrierearm

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  • Foto: Fotos: Wirtschaftsministerium
  • hochgeladen von Uwe Kraus

Weltkultur wird digital: Damit künftig noch mehr Menschen die Quedlinburger Stiftskirche St. Servatii und den dort befindlichen Schatz bewundern können, unterstützt das Wirtschaftsministerium mit rund 61.000 Euro den Aufbau einer Mediathek. Die „Digitalen Schätze“ sollen nach Planungen der Evangelischen Kirchengemeinde Quedlinburg spätestens Mitte Mai 2021 online gehen und danach Schritt für Schritt erweitert werden. Auf einer Webseite werden Geschichte und Bedeutung des Quedlinburger Damenstifts und Domschatzes über möglichst barrierearme Videos sowie Hör- und Textbeiträge medial erlebbar – mehrsprachig sowie mit Gebärdendolmetscher, Vorlesefunktion und Untertiteln.

Domschatz und Stiftskirche St. Servatii, die zusammen mit der Quedlinburger Altstadt und dem Schloss seit 1994 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, werden laut Wirtschaftsministerium  jährlich von rund 90.000 Gästen besucht. Mit Blick auf aktuelle Baumaßnahmen auf dem Stiftsberg, die noch bis 2022 andauern sollen, und Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie können die „Digitalen Schätze“ vielen Menschen einen digitalen Zugang zu Kultur von Weltrang ermöglichen.

Dazu sagt Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann: „Quedlinburg gehört zu den kulturgeschichtlichen und touristischen Aushängeschildern in Sachsen-Anhalt und ganz Deutschland. Gerade mit Blick auf die dramatische Lage der Tourismuswirtschaft in Corona-Zeiten ist es umso bedeutsamer, diesen Besuchermagneten auch digital zu erschließen. Damit wollen wir Appetit machen auf einen späteren Besuch und so den wichtigen Neustart des Tourismus im Harz unterstützen. Und schließlich stehen die ‚Digitalen Schätze‘ auch als Pilotprojekt für Sachsen-Anhalt in Sachen Inklusion und digitaler Vermittlung.“

Kurator Elmar Egner von der Evangelischen Kirchengemeinde Quedlinburg betont: „Ich freue mich besonders, dass wir bei der Umsetzung nicht nur mit erfahrenen Mediendienstleistern zusammenarbeiten, sondern auch mit Gymnasien, Einrichtungen des Kirchenkreises, Kunstreferenten und der Denkmalpflege. Ich erhoffe mir von diesem Projekt unter anderem den Abbau von Barrieren für eine breitere moderne Wahrnehmung von Dingen, Prozessen, Werken und Personen rund um den Domschatz. Der Schatz in Quedlinburg ist ein starkes kulturelles Erbe, das Engagement mit sich bringt; auch darüber gibt es viel zu berichten. Wir wollen genug erzählen, damit Interessierten nichts fehlt, und doch gleichzeitig neugierig auf mehr machen.“

Autor:

Uwe Kraus aus Halberstadt

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