Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Hilfe für die Trinitatiskirche

St. Trinitatis in Aderstedt
  • St. Trinitatis in Aderstedt
  • Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz
  • hochgeladen von Katja Schmidtke

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Kirchengemeinde St. Trinitatis in Aderstedt. Dank einer DSD-Treuhandstiftung und der Lotterie GlücksSpirale stehen weitere 93.600 Euro für die Restaurierung der kostbaren Innenausstattung der Kirche zur Verfügung. Dabei kommen 81.600 Euro von der Geschwister Laar-Stiftung in der DSD. Bei den Arbeiten geht es diesmal insbesondere um die Restaurierung der Patronatsloge, der Kanzel und des Gestühls. Außerdem sollen die Wandflächen hinter dem Altar instandgesetzt werden.

Die Dorfkirche von Aderstedt, die wegen ihrer Lage im innerdeutschen Grenzgebiet jahrzehntelang baulich vernachlässigt wurde, zählt mit ihrem einzigartigen barocken Kirchensaal und der in seltener Geschlossenheit erhaltenen reichen Ausstattung zu den anspruchsvollsten Bauschöpfungen der Zeit um 1700 in der Region. Sie bildet mit dem am Dorfanger liegenden Rittergut, der Schule, dem Kirchhof und dem Pfarrhaus den Ortskern.

Den Auftrag zum Bau der Kirche gab 1688 der Patronatsherr Arnold Heinrich von Veltheim. Unter Verwendung der Reste eines Vorgängerbaus entstand die heutige einschiffige Saalkirche, die ein Krüppel-walmdach deckt. Den Kirchenraum belichten gedoppelte schmale Lanzettfenster.

Im großräumigen Inneren ist die gesamte üppige Barockausstattung erhalten. Dem mächtigen Altaraufbau mit gedrehten Weinlaubsäulen im Osten entspricht im Westen ein die gesamte Raumbreite ausfüllender Orgelprospekt aus dem Jahr 1707. Ergänzt wird die Ausstattung durch die zwischen 1688 und 1696 erbaute Patronatsloge im Norden, die Kanzel und das hölzerne, theaterartig nach Westen hin ansteigende Kirchengestühl.

Die in der treuhänderischen Verwaltung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gegründete Geschwister Laar-Stiftung unterstützt seit 1997 die Instandsetzung und Restaurierung der Trinitatiskirche. Bislang stellte sie rund eine halbe Million Euro zur Verfügung. Sie ist eine von über 240 Stiftungen, deren auf Dauer angelegte Unterstützung sich in Anbetracht knapper öffentlicher Kassen zu einem wichtigen Förderinstrument entwickelt hat, das aus der deutschen Denkmallandschaft nicht mehr wegzudenken ist.

Autor:

Katja Schmidtke aus Halle-Saalkreis

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