Wort zur Woche
Es geht um viel, bei unserem Glauben
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Wochenspruch: Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn.
Lukas 18, Vers 31
Von Katja Albrecht
Es geht um viel bei unserem Glauben. Manchmal verliere ich das fast aus dem Blick. Der Wochenspruch erinnert mich wieder. Innerhalb des Lukasevangeliums ist es hier schon das sechste Mal, dass Jesus den Jüngern ankündigt, auf welchem Weg sie sich gemeinsam befinden. Vor allem: Auf welchem Weg Jesus sich befindet.
Jesus nimmt hier die Jünger beiseite. So als wollte er sichergehen, dass sie merken, worauf dieser gemeinsame Weg hinausläuft: Dass dieser Mann, mit dem sie unterwegs sind, seinen Auftrag zum Predigen und zum Heilen in aller Konsequenz durchziehen wird. Damit sie sehen: Hier ist Gott selber am Werk. Gott sendet Jesus.
In vielen Gemeinden wird derzeit der Gottesdienst zum Weltgebetstag vorbereitet. Die Frauen aus Nigeria nehmen uns mit in ihren (Glaubens-)Alltag. „Kommt, bringt eure Last!“ rufen sie sich gegenseitig zu, rufen sie uns zu. Sie laden uns ein, mit ihnen Jesus zu folgen. Vom Gemeindeleben erfahren wir und von der schweren Situation, in der sich Witwen und ihre Kinder an vielen Orten befinden. Und davon, wie gut es ist, die Lasten zu teilen und einander beizustehen.
Es geht um viel bei unserem Glauben. Auch darum, dass wir wissen: Alles, was Menschen im Leben erleiden und erdulden müssen, ist Gott bekannt. Alles, was Menschen im Leben erleiden, sollen auch wir wahrnehmen. Und schauen, was wir beitragen können. In unseren Gemeinden. In unseren Dörfern und Städten.
Es ist für mich ein großer Trost, dass die Nachfolge Jesu eine weltweite Bewegung ist. Dass wir durch den Blick auf das, was unsere Geschwister bedrängt, wissen, wozu wir berufen sind. Und von ihrer Glaubensstärke lernen können. Es geht um viel bei unserem Glauben. Jesus nimmt auch uns beiseite: „Ihr wisst, worauf es ankommt. Ich habe es euch vorgelebt. Das Ernste und das Fröhliche. Seid füreinander da.“
Die Autorin ist Pfarrerin und Rektorin im Pastoralkolleg Drübeck.
Autor:Online-Redaktion |
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