Hoffnung für Abbrecher

Lehrerin Anna-Maria Eilenberger (links), die Leiterin des Projekts zur Integration von Schulverweigerern, mit einem Schüler.
  • Lehrerin Anna-Maria Eilenberger (links), die Leiterin des Projekts zur Integration von Schulverweigerern, mit einem Schüler.
  • Foto: Diakoniewerk Gotha
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Perspektive für Schüler findet Unterstützung

Ein Schulprojekt des Diakoniewerks Gotha zur Integration von sogenannten Schulverweigerern erhält Unterstützung durch die Europäische Union (EU).
Der Europäische Sozialfonds fördert aus Mitteln der EU mit über 217 000 Euro eine Projektleitung und Honorarkräfte sowie Miete und Nebenkosten für drei Jahre. Damit soll die Schulabbrecher-Quote in der Regelschule Andreas Reyher in Gotha verringert werden. Auch die Deutsche Postcode Lotterie beteiligt sich mit 7 820 Euro für Sachmittel an dem Projekt. Mit dem Geld sollen Räume hergerichtet, Möbel gekauft und Computertechnik zur Verfügung gestellt werden.
Anne-Juliane Pogander, Geschäftsführerin des Gothaer Diakoniewerks, ist froh, dass durch die Förderung auch diese Schüler eine Perspektive haben: »Damit können wir bis zu acht Jugendliche, die auf Grund von Schulverweigerung die Schule normalerweise ohne Abschluss verlassen, durch gezielte individuelle Förderung in Kleingruppen bis zum Schulabschluss begleiten.« Im September startete das Diakoniewerk die Kooperation mit der Regelschule, die als Schwerpunktschule von der Europäischen Union gezielt mit Programmen gegen Schulabbruch und Schulverweigerung gefördert wird, teilte die Gothaer Diakonie mit.
Zunächst werden die Jugendlichen an einem anderen Ort außerhalb der Schule unterrichtet. Die Projektleitung kümmert sich intensiv um die Teenager und ihre Bedürfnisse. In einem vertrauensvollen Umfeld sollen die Ursachen für die Schulverweigerung ergründet werden. Derzeit nehmen vier Schüler an dem Programm in Gotha teil. Ziel sei es, dass die Schüler zu einem späteren Zeitpunkt wieder an ihre frühere Schule zurück können. Wenn sie den Lernstoff nachgeholt haben, sei es dann für die Schüler möglich, einen Schulabschluss zu erlangen.
Eva Struving von der Deutschen Postcode Lotterie ist von dem Programm angetan: »Wir freuen uns sehr, dass wir dank des Engagements unserer Teilnehmer dieses wunderbare Projekt unterstützen können. Für die Umsetzung wünschen wir alles Gute und viel Erfolg.« Die Postcode Lotterie ist eine Soziallotterie. 30 Prozent des Losbeitrags fließen in gemeinnützige regionale Projekte. (G+H)

www.diakonie-gotha.de

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EKM Süd aus Weimar

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