Haushalt verabschiedet

Landesbischöfin Ilse Junkermann bei ihrem Bericht vor der Synode
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Herbstsynode der EKM in Erfurt

Die Synode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) ist mit der Verabschiedung des Haushaltes und der Forderung nach Familiennachzug für Flüchtlinge zu Ende gegangen. Außerdem beschloss das Kirchenparlament am Samstag zum Ende seiner viertägigen Beratungen eine Umschreibung der EKM-Kirchenverfassung in eine geschlechtergerechte Sprache.
In ihrem Bericht an die Landessynode hat Landesbischöfin Ilse Junkermann den ökumenischen Charakter des Reformationsjahres gewürdigt. Zum ersten Mal seit 500 Jahren habe man mit den anderen Konfessionen gefeiert, sagte die Theologin am Donnerstag auf der Herbsttagung des Kirchenparlaments. Sie betonte: »In diesem Jubiläum und Gedenken ist deutlich geworden: Uns verbindet mehr, als uns trennt.«
Die Landesbischöfin ging in ihrem Bericht auch auf die teilweise zu hohen Besucherprognosen für die Veranstaltungen bei den Kirchentagen auf dem Weg ein: »Ja, es stimmt, manches war zu groß geplant«, so die 60-Jährige. Das Jubiläum habe aber gezeigt, »Wir können auch ›umsonst und draußen‹«, so Junkermann. Eine gründliche Auswertung des Reformationsjubiläums stellte die Bischöfin für die Frühjahrstagung im April in Drübeck (Kirchenkreis Halberstadt) in Aussicht.
Für die Finanzierung der kirchlichen Aufgaben steht der EKM im kommenden Jahr eine Plansumme von 201,6 Millionen Euro zur Verfügung. Damit liegt sie 17,6 Millionen Euro über dem Volumen des laufenden Etats (184 Millionen Euro). Ursächlich dafür sind jedoch nicht die überproportional gestiegenen Einnahmen, sondern eine geplante Rücklagenzuführung, hatte Finanzdezernent Stefan Große den Anstieg bei der Einbringung des Haushaltes erklärt. Allein 13 Millionen Euro fließen nach seinen Angaben davon in die defizitäre Rücklage für die Finanzierung der Ruhestandsgelder.
Die nächste Tagung der Landessynode soll als Schwerpunkt die Situation und Zukunft der evangelischen Kirchengemeinden haben.
Die Landessynode besteht aus 80 gewählten und berufenen Mitgliedern. Der mitteldeutschen Kirche gehören etwa 733 000 evangelische Christen an; rund 450 000 davon in Thüringen und etwa 240 000 in Sachsen Anhalt. Die übrigen Mitglieder stellen Gemeinden in den Randgebieten von Brandenburg und Sachsen. (epd)

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EKM Süd aus Weimar

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