Dokumentarfilm: “Triegel trifft Cranach -
Malen im Widerstreit der Zeiten”
- Filmplakat
- hochgeladen von E.F. Johannes Haak
Bild- und Wortgewaltige Dokumentation „Triegel trifft Cranach – Malen im Widerstreit der Zeiten“
Gegenstand ist die Gestaltung des mittleren Altarretabels im Naumburger Dom durch Triegel. Einem Künstler bekannt durch das Porträt von Papst Benedikt XVI. Ganz nebenbei auch die Verlegerin Friede Springer porträtierte er. Zu sehen in der Berliner Ehrenbürger-Galerie.
Beim Malen im Atelier wird durch Michael Triegel philosophiert, theologisiert und über Malstile reflektiert. Das erfolgt in großer Ruhe und nahezu familiär. Nicht nur deshalb, weil als Modelle Tochter und Ehefrau zum Einsatz kommen. Ein bewegender Moment, als Triegel berichtet, warum er sich taufen lässt, genauer katholisch taufen lässt. Natürlich geht es auch um die Auseinandersetzungen um Triegels Altarwerk im Naumburger Dom. Denn die UNESCO wollte schon durch die Aberkennung des Weltkulturerbe-Titels „reinfunken“ (wegen der Nähe zur berühmten „Uta“). Ach ja - die Rolle der Vereinigten Domstifter ist nicht erhellt. Was muss die Alterdemontage und Ortsveränderung zum Campo Santo Teutonico in den Vatikan für einen Künstler bedeuten? Vielleicht kommt deshalb erst jetzt – drei Jahre nach Fertigstellung (2026) – dieser bildgewaltige Dokumentarfilm in die Kinos.
Einiges Biographisches ist über Michael Triegel zu erfahren: Auch über seine Taufe. Er ist Thüringer, hat 1987 Abitur gemacht, dann Malereistudium in die „Friedliche Revolution“ hinein. In Leipzig. Das bewertet er als „Glücksfall“. So konnte Triegel seine Vorbilder – wie beispielsweise Leonardo da Vinci (1452–1519) – in Italien selbst „studieren“. Und dort entstand der Wunsch, katholisch zu werden. Seine katholische Taufe im Jahr 2014 erklärt Triegel im Film sehr einleuchtend und ruhig.
Als „katholischer Maler“ wird Michael Triegel (*1968) auch bei der Einweihung des geschaffenen Altarwerks neben dem protestantischen Maler Lucas Cranach dem Älteren (1472–1553) benannt. Von einem „ökumenischen Ereignis“ wird da gesprochen.
Interessant seine Aussagen: „zum Sehen geboren“ und „zum Schauen bereit“ und von „der Kunst als Zumutung“.
Produktion: Dokumentarfilm, Deutschland 2023/2025
Ein Film von Paul Smacny.

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