Religiöses in Beethovens Fidelio
„Gott - welch Dunkel hier“
- Bayerische Staatsoper München
- hochgeladen von E.F. Johannes Haak
Aufführung am 13.3.2026
in der Bayerischen Staatsoper München
„Gott - welch Dunkel hier“
Der Gefangene Florestan wendet sich am Anfang des 2. Aktes direkt an Gott. Aus dem Dunkel. Der Kerker als Ort der Verlassenheit. Und ein Ruf nach Hilfe. Florestans Schrei erinnert an christliche Märtyrer in ihrem Vertrauen an Gott. Florestans Schrei sollte nicht unbeantwortet bleiben.
Nein, eine religiöse Erzählung ist diese Oper nicht. Dennoch: Humanität, Hoffnung und göttliche Gerechtigkeit sind Kernthemen dieses Werkes.
Leonore befreit ihren Florestan aus dem Kerker. Eine ehrliche und beinahe sakrale Liebe überwindet kraftvoll das Unrecht.
Und das Finale der Oper kulminiert im Gesang „Heil sei dem Tag, heil sei der Stunde“ (nicht mit Albert Lortzing zu verwechseln). Hier wird die Befreiung gefeiert. Eindrücklich und mit genau an dieser Stelle wohltuend schlichten Mitteln inszeniert. Ein Edding und weiße Blätter Papier - eher ungewöhnlich für den ansonsten markant Inszenierenden Calixto Bieito. Ein Kontext dieser Szene ist hier Beethovens humanistisch und christlich geprägtes Weltbild. Freiheit und Gerechtigkeit als göttlicher Auftrag.
Unter beeindruckender Musik, einem mitunter grell schillerndem Bühnenbild und gesanglichem Höchstform insbes. einer Johanni van Oostrum als Leonore ging ein beeindruckender Abend zu Ende.
„Fidelio“ ist Beethovens einzige Oper.
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Oper in zwei Akten von 1814.
Komponist Ludwig van Beethoven
Libretto von Joseph Sonnleithner mit Revisionen von Friedrich Treitschke.
Koproduktion mit der English National Opera
Besetzung:
Musikalische Leitung Yoel Gamzou
Inszenierung Calixto Bieito
Bühne Rebecca Ringst
Kostüme Ingo Krügler
Dramaturgie Andrea Schönhofer
Chor Christoph Heil
Don Fernando Alexander Grassauer
Don Pizarro Josef Wagner
Florestan Benjamin Bruns
Leonore Johanni van Oostrum
Rocco René Pape
Marcelline Mirjam Mesak
Jaquino Caspar Singh
Bayerisches Staatsorchester
Bayerischer Staatsopernchor
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