Treffpunkt Weltgebetstag

Die Hörselberghalle in den Farben von Surinam: Engagierte aus sechs Gemeinden bereiten im Kirchenkreis Eisnach-Gerstungen den Weltgebetstag vor.
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Seit 14 Jahren kommen in Wutha-Farnroda am Weltgebetstag bis zu 250 Gläubige verschiedener Konfessionen zusammen. Auch Menschen, die nicht zu den regelmäßigen Kirchgängern gehören, sind darunter.

Von Susanne Reinhardt

Die Mehrzweckhalle, die sonst Sportler nutzen, in der Zuchtvereine ausstellen oder Karneval gefeiert wird, füllt sich. Gemischt ist der Kreis, zu dem evangelische und katholische Christen gehören und inzwischen auch albanische Orthodoxe sowie eine junge persische Familie aus dem Iran, die sich taufen ließ.
»Preist Gottes Namen, ehrt seine Schöpfung! Seht, sie ist sehr gut«, heißt es in einem der Lieder, das der gemischte Erbstromtal-Kirchenchor und die Anwesenden in der Hörselberg-
halle sangen. Auch die begleitende Musikgruppe war zu hören und verschiedene Beiträge, die von mindestens sechs Kirchengemeinden vorbereitet worden waren. Parallel dazu sangen und spielten die Kinder im Nachbarraum.
So gemischt wie man in Wutha-Farnroda zusammen kommt, so bunt und vielfältig leben in Surinam auch die Menschen verschiedener Ethnien zusammen, erfuhr man an diesem Gottesdienstabend, an dem es im Anschluss auch noch kulinarische Kostproben gab, die von den back- und kochfreudigen Mitwirkenden hergestellt worden waren.
Gesine Stammler, Pastorin der evangelischen Kirchengemeinde Wutha, Farnroda, Mosbach und Kahlenberg, ist Gastgeberin und weiß, dass dieser gemeinsame Gottesdienst eigentlich aus einer Notlösung geboren worden war. »Viele Pfarrstellen waren damals vakant, der Aufwand viel zu groß, um in den evangelischen und katholischen Gemeinden in Ruhla, Thal, Kittelsthal und Seebach, Mosbach, Wutha und Farnroda, Schönau mit Deubach und Kälberfeld nebst Kahlenberg je für sich diesen Tag zu organisieren.« Dennoch bestand der Wunsch, denn auch einzelne »Globetrotter« hatten sich inzwischen für die Veranstaltung interessiert, wurde doch im Vorfeld über Land und Leute des jeweiligen Landes berichtet, das im Zentrum des Weltgebetstages steht. So kam man überein, sich zusammenzutun und gemeinsam in der Region diesen kirchlichen Event zu begehen. In Absprache einigte man sich auf einen zentralen Ort, der genügend Raum bietet, alle Menschen unterzubringen, die Hörselberghalle.
Um die Hauptorganisatoren mit der Pastorin, Margarete Hönsch, Annett Hunstock, Yvonne Frommann, Angela Lange, Dr. Sigrun Voigt und Gabriele Barton sammelten sich auch andere Gruppen. Dazu zählt die Musikgruppe, zu der die Flötengruppe, Keyboard, Gitarre und Rhythmusinstrumente und ein Chor gehören, deren Mitglieder sich ebenfalls aus verschiedenen Kirchengemeinden zusammensetzen.
Was auf politischen Wege heiß diskutiert wird, klappt hier beim Weltgebetstag im Erbstrom-, Hörselberg- und Krebsbachtal bereits ganz gut: Man ist überörtlich zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen.

Autor:

Kirchenzeitungsredaktion EKM Süd

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