Besucherrekorde in den Luthergedenkstätten

Positive Bilanz der Museen in Sachsen-Anhalt und des Lutherhauses in Eisenach

Die Besucherbilanz des Jahres 2016 stimmt uns sehr optimistisch für das Reformationsjubiläum«, so Stefan Rhein, Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt. »2017 wird für unsere Stiftung ohne Zweifel ein besonderes Jahr werden. Wir wollen gute Gastgeber für die Gäste aus aller Welt sein, die unsere Museen im Ursprungsland der Reformation besuchen.«
Für das Jahr 2016 kann die Stiftung Luthergedenkstätten einen absoluten Besucherrekord verzeichnen: 184 933 Gäste besuchten die Museen der Stiftung in Eisleben, Mansfeld und Wittenberg, so viele wie nie zuvor seit Gründung der Stiftung 1997. Im Vergleich zum Vorjahr – 2015 konnten 154 417 Gäste begrüßt werden – ist dies eine Steigerung von knapp 19 Prozent. Vor allem die Museen in Eisleben sowie das Melanchthonhaus in Wittenberg konnten die größten Zuwächse an Besuchern verzeichnen. Hier stiegen die Besucherzahlen um über 40 Prozent. Aber auch in Luthers Elternhaus in Mansfeld konnte die Stiftung die Besucherzahlen um knapp 25 Prozent steigern.
Die Besucherzahlen 2016 im Überblick: Luthers Geburtshaus (Eisleben): 35 752; Luthers Sterbehaus (Eisleben): 27 650; Luthers Elternhaus (Mansfeld): 8 981; Lutherhaus (Wittenberg): 70 020 (bis zur Schließung Ende August); Melanchthonhaus (Wittenberg):
30 795.
Die Sonderausstellung »Martin Luther. Sein Leben in Bildern«, die die Stiftung seit Ende August im Augusteum in Wittenberg präsentiert, besuchten bis Jahresende 11 735 Gäste.
Das Lutherhaus Wittenberg wurde Ende August geschlossen, über 90 Exponate des Hauses werden noch bis Ende Januar im Rahmen der Ausstellungsreihe »Here I stand« in den USA präsentiert. Im Lutherhaus führt die Stiftung aktuell Renovierungsmaßnahmen durch. Am 4. März öffnet das Museum wieder.
Mit der Nationalen Sonderausstellung »Luther! 95 Schätze – 95 Menschen« präsentiert die Stiftung Luthergedenkstätten eine der wichtigsten Ausstellungen, die zum Reformationsjubiläum veranstaltet werden. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das zentrale Ereignis des Jubiläums: Luthers Thesenanschlag am 31. Oktober 1517. Die Schau folgt im ersten Teil mit 95 Schätzen dem jungen Luther auf dem Weg zum reformatorischen Durchbruch. Der zweite Teil ist 95 Menschen und deren persönlichen Beziehungen zum Reformator gewidmet. »Luther! 95 Schätze – 95 Menschen« ist vom
13. Mai bis 5. November im Augusteum in Wittenberg zu sehen.
Auch das neu gestaltete Lutherhaus in Eisenach kommt bei den Besuchern gut an. Im ersten Kalenderjahr nach der Wiedereröffnung im September 2015 konnten in den vergangenen zwölf Monaten 42 185 Gäste begrüßt werden. Das sei im Vergleich zu 2013, dem letzten Jahr vor der Sanierung des Museums, mit 23 474 Besuchern eine Steigerung um fast 80 Prozent, sagte der wissenschaftliche Leiter und Kurator der Stiftung Lutherhaus Eisenach, Jochen Birkenmeier, in einem Pressegespräch.
Besonders erfreulich ist nach seinen Angaben der Zuspruch für die museumspädagogischen Angebote im Haus. Für den »Unterricht wie zu Luthers Zeit« und einen Besuch in »Luthers Werkstatt« interessierten sich 2016 insgesamt 4 641 Männer, Frauen und vor allem Kinder. Das seien mehr als doppelt so viele gewesen wie 2014. Damals nutzten 2 275 Besucher diese Möglichkeiten.
Neben der Dauerausstellung, die 2016 unter anderem mit dem »Thüringer Tourismuspreis« ausgezeichnet wurde, setzt das Museum auch auf die nächste Sonderausstellung »Ketzer, Spalter, Glaubenslehrer – Luther aus katholischer Sicht«, die am 13. April eröffnet und bis zum 5. November gezeigt werden soll. (G+H)

Autor:

EKM Süd aus Weimar

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