Ein Pfarrer für Bad Düben 

Förderverein möchte eine Stelle mitfinanzieren

Von Olaf Majer

In Bad Düben hat sich ein Förderverein zur Unterstützung der Gemeindearbeit gegründet. Ein Ziel ist es, anteilig auch eine Pfarrstelle durch Spenden und Mitgliedsbeiträge wieder möglich zu machen.
Der Weg bis zur Gründung war kein leichter. Im Grunde ist der neue Förderverein sogar aus der Not geboren: Weil der Stellenplan des Kirchenkreises nur noch eine halbe Pfarrstelle für Bad Düben vorsieht, belastet die Gemeinde nach dem Weggang von Jörg Uhle-Wettler nach Magdeburg im Jahr 2016 eine anhaltende Ungewissheit. Zunächst gab es mit Gerry Wöhlmann zumindest noch bis zum Sommer 2017 einen Vertretungspfarrer. Doch nach seinem Dienstende und dem Intermezzo mit Vikar Stefan Hoberg, der Ende März wieder ausscheiden wird, stehen Dübens evangelische Christen in Sachen Pfarrersuche wieder am Anfang.
Deshalb versteht die Kirchengemeinde die Vereinsgründung auch als Signal, sich nicht mit der unbefriedigenden Situation abzufinden. »Diese Kürzungen finde ich einfach ideenlos. Wir wollen weiter den christlichen Glauben in unserer Stadt hochhalten und nicht in die Beliebigkeit abrutschen«, sagte Kirchenältester Wolfgang Rieger.
Genau 30 Gründungsmitglieder trugen sich in die Vereinsliste ein. Sie zahlen pro Person einen jährlichen Mindestbeitrag von 50 Euro, Ehepaare 80 Euro. Jederzeit können weitere Mitglieder beitreten. Genauso sind Spenden willkommen – und nötig. In einer ersten Befragung seien Zusagen über rund 10?000 Euro pro Jahr eingetroffen, informierte Rieger. Da ist durchaus noch Luft nach oben – etwa 22?000 Euro pro Jahr sind beispielsweise nötig, um eine Pfarrstelle mitzufinanzieren.
In der Vereinssatzung drehte sich die Debatte dann um die Kernfrage: Wie breit soll der Förderverein aufgestellt sein? Antwort: Ziemlich breit. Neben dem Personal können auch musikalische Angebote, bauliche Maßnahmen oder karitative Aufgaben unterstützt werden. »Damit wollen wir uns keine Tür verbauen«, sagte Annemarie Wartenburger. Der Verein soll das Gemeindeleben stärken und sich nicht ausschließlich auf Personalfragen beschränken.
Eine Personalfrage wurde aber gleich geklärt: Mit Christian Melzer, Peter Sambale, Britta Abicht, Simone Ohrisch, Thomas Frenkel und Holger Voigt gibt es nun einen sechsköpfigen Vorstand.

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Online-Redaktion aus Weimar

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